Die Omikron-Variante breitet sich im Landkreis Verden aus. Laut Pressestelle liegen 27 Nachweise für die neue Variante des Coronavirus vor. Mitte Dezember waren die ersten beiden Fälle in der Samtgemeinde Thedinghausen nachgewiesen worden, wenige Tage später traten Fälle in Achim auf und führten dazu, dass zwei Schulen in den Distanzunterricht wechseln mussten und eine Kita geschlossen wurde.
„Seit heute steigt die Zahl der Omikron-Variantenmeldungen sprunghaft an. Die Variante verteilt sich inzwischen über den gesamten Landkreis. Es liegen Nachweise aus allen Städten und Gemeinden vor“, berichtet Amtsärztin Jutta Dreyer. Betroffen sind auch Schulen und Kindertagesstätten. Eine Gruppe des Kindergarten Luttums wurde am Donnerstag in Quarantäne geschickt. Dort waren zwei Kinder und ein Erzieher positiv getestet worden.
„Was wir aktuell sehen, ist nur die Spitze des Eisberges“, so Dreyer weiter. Dadurch, dass die Labore gemäß Vorgaben des Robert-Koch-Instituts nur fünf Prozent der positiven Tests auf die neue Virusvariante untersuchen würden, sei von einer wesentlich größeren Hintergrundverbreitung auszugehen. „Wir müssen jetzt in unserer Kontaktnachverfolgung davon ausgehen, es nicht mehr mit der Delta-, sondern mit der Omikron-Variante zu tun zu haben“, erklärt Dreyer. Das bedeute, dass das Gesundheitsamt bei der Unter Quarantänestellung von Kontaktpersonen nun auch für geimpfte und genesene Personen eine vierzehntägige Quarantäne aussprechen muss.
Das Gesundheitsamt befürchtet, bei einer weiteren Ausbreitung der Omikron-Variante eine große Zahl Betroffener in Quarantäne schicken zu müssen. Das wiederum könne möglichweise in ganzen Arbeitsbereichen wie insbesondere den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern schnell zu Personalengpässen führen. Vor diesem Hintergrund hat sich das Gesundheitsamt in Absprache mit dem Landesgesundheitsamt darauf verständigt, dass geboosterte Kontaktpersonen, die keine Symptome zeigen, mit täglichem Corona-Schnelltest weiterhin arbeiten dürfen.