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RKI ordnet rund 3200 Corona-Fälle Omikron zu - ein Todesfall

14:26
23.12.2021
Innerhalb eines Tages ist die Zahl der sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) um ein Viertel gestiegen. 3198 Fälle würden der neuen Corona-Variante zugeordnet, hieß es am Donnerstag auf einer neuen RKI-Übersichtsseite (Datenstand 22. Dezember). Das seien 810 mehr als am Vortag. Die Angaben beziehen sich laut RKI auf Nachweise mittels vollständiger Erbgutanalysen sowie auf labordiagnostischen Verdacht durch variantenspezifische PCR-Tests. In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der positiven Probe auf Varianten hin untersucht.

Für einen Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre war angegeben, dass er gestorben ist. Von 48 Fällen gab es die Information, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 54 lagen Angaben vor, dass es sich um Reinfektion handelt - also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.

Eine Grafik zur zeitlichen Entwicklung zeigt einen recht steilen Anstieg der wöchentlich gemeldeten Zahlen in Verbindung mit Omikron. Während für die Woche bis 21. November ein Fall ausgewiesen wird, sind es für vergangene Woche bereits über 1800. Für die laufende Woche rechnet das RKI mit einer „hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen“.

In absoluten Zahlen entfallen laut RKI die meisten bisherigen Meldungen, die Omikron zugeordnet werden, auf Nordrhein-Westfalen mit mehr als 1100. Es folgen Bayern mit knapp 600 und Hamburg mit rund 460. Aus anderen Bundesländern wie dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden hingegen nur Einzelfälle berichtet. Angaben zur Häufigkeit von Tests auf Varianten je nach Land wurden nicht gemacht.

„Die Daten wurden nicht validiert und unterliegen damit noch möglichen Korrekturen und nachträglichen Änderungen“, schreibt das RKI einschränkend. Eine Einschätzung der epidemiologischen Situation werde im Wochenbericht vorgenommen. Dieser erscheint donnerstagabends.

Denise Frommeyer

Lufthansa streicht wegen Omikron jeden zehnten Flug im Winter

14:10
23.12.2021
Der Lufthansa-Konzern streicht wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Omikron sein Flugprogramm nach Weihnachten zusammen. „Ab Mitte Januar bis Februar sehen wir einen scharfen Abriss in den Buchungen. Im Winterflugplan müssen wir daher im Konzern 33 000 Flüge oder rund 10 Prozent streichen“, sagte Konzernchef Carsten Spohr im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Vor allem fehlten Passagiere auf den Heimatmärkten der Lufthansa-Gruppe, also Deutschland, Schweiz, Österreich und Belgien, die aktuell besonders stark von der Pandemiewelle betroffen seien.

Der Vorstandsvorsitzende kritisierte in diesem Zusammenhang die EU-Regeln zu Start- und Landerechten, den sogenannten Slots. Lufthansa hätte noch deutlich mehr Flüge im Januar gestrichen. „Aber wir müssen im Winter 18 000 zusätzliche, unnötige Flüge durchführen, nur um unsere Start-und-Lande-Rechte zu sichern.“ Das schade dem Klima und sei exakt das Gegenteil von dem, was die EU-Kommission mit ihrem Programm „Fit for 55“ erreichen wolle.

Spohr erwartet für das zweite Quartal ein Ende der Kurzarbeit bei Lufthansa. Sie werde durch andere Lösungen wie etwa verstärkte Teilzeit ersetzt. Im kommenden Jahr wolle die Lufthansa im Konzern wieder einen Gewinn erzielen. 2021 werde sich der Verlust im Vergleich zu 2020 halbieren.

Denise Frommeyer