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20211209152639

Intensivmediziner zu Bayerns Kimmich: Höchstleistung nicht möglich

15:00
09.12.2021
Nach der Corona-Erkrankung vom Bayern-Profi Joshua Kimmich könnten dessen Lungenprobleme einem Experten zufolge im ungünstigen Fall lange anhalten. „Wir kennen bei Corona Fälle, die sich schnell zurückbilden und wir kennen Fälle, die wirklich lange brauchen, bis sie sich zurückbilden, selbst bei initial leichten Verläufen“, sagte der Intensivmediziner Christian Karagiannidis am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Ihm seien Patienten bekannt, die bis zu ein Jahr lang mit den Folgen der Erkrankung in der Lunge zu kämpfen hatten.

Kimmich fällt sicher bis Jahresende aus, hatte der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga zuvor mitgeteilt. Er war ungeimpft und hatte sich vor mehr als zwei Wochen mit Corona infiziert. Wegen leichten Infiltrationen in der Lunge könne er aktuell noch nicht voll trainieren, äußerte sich der 26-Jährige in einer Mitteilung des FC Bayern. Unter einer leichten Infiltration der Lunge versteht der Intensivmediziner, dass die Bronchien oder die Lungenbläschen von dem Virus betroffen seien, aber die Einschränkungen der Lungenfunktion eher geringer ausfallen.

Karagiannidis betonte die Wichtigkeit der Impfung besonders für Profisportler. „Selbst wenn sich nur so ein bisschen ein längerer Verlauf einstellt, ist die Höchstleistung nicht möglich und das ist halt das, was Profisportler brauchen. Deswegen ist es eigentlich gerade die Gruppe unter Jüngeren, für die die Impfung mit am wichtigsten ist, um ihre Leistungsfähigkeit auf dem hohen Niveau auch wirklich gut zu erhalten“, sagte der Arzt.

Denise Frommeyer

Erste Omikron-Fälle in Lettland nachgewiesen

14:33
09.12.2021
In Lettland sind die ersten beiden Fälle der neuartigen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Nach Angaben des nationalen Referenzlabors in Riga sind zwei Verdachtsfälle mittels Genomsequenzierung bestätigt worden. Insgesamt seien in dem baltischen EU-Land fünf Rückkehrer aus dem Ausland positiv mit Verdacht auf die als besorgniserregend eingestufte Virusvariante getestet worden, sagte der Laborleiter der Nachrichtenagentur Leta. Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht.

In Lettland hatte sich die Corona-Lage im Herbst stark zugespitzt. Die Regierung in Riga reagierte darauf mit einem einmonatigen Lockdown bis Mitte November. Damit konnte die Infektionswelle gebrochen werden.

Denise Frommeyer