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Schweden legt Plan für erneute Corona-Maßnahmen vor

16:11
07.12.2021
Trotz verhältnismäßig niedriger Corona-Zahlen rüstet sich Schweden mit einem neuen Maßnahmenplan für eine Zeit mit angespannterer Lage im Gesundheitswesen. Bereits ab Mittwoch sollten Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sagte Gesundheitsministerin Lena Hallengren am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Arbeitgeber sollten ihren Angestellten zudem ermöglichen, aus dem Homeoffice zu arbeiten, Erwachsene im öffentlichen Raum Abstand zueinander halten und Gaststätten Gedränge vermeiden.

Der Einsatz des vor einer Woche eingeführten Corona-Impfnachweises soll zeitnah etwa auf Restaurants und Fitnessstudios ausgeweitet werden, wie Hallengren ankündigte. Wenn sich die Infektionslage und die Belastung des Gesundheitswesens dennoch weiter verschlechterten, könnten in zwei Schritten weitere Maßnahmen folgen. Am wichtigsten sei aber nach wie vor, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, unterstrich die Ministerin ebenso wie die neue Regierungschefin Magdalena Andersson an ihrer Seite.

Schweden hat seit Beginn der Pandemie auf einen Sonderweg mit vergleichsweise lockeren Corona-Maßnahmen gesetzt. In dem Zuge hatte das Land im Vergleich zum Rest Skandinaviens und auch zu Deutschland lange Zeit mit sehr hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. Derzeit sind diese Zahlen in dem skandinavischen Land jedoch niedriger als in den meisten anderen Ländern der EU. Die Zahl der Neuinfektionen steige zwar auch in Schweden, liege aber nach wie vor auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau, sagte Andersson.

Denise Frommeyer

Statt Stadionsingen: Impfaktion in der Arena von Hannover 96

15:59
07.12.2021
Angesichts der verschärften Corona-Lage ist das geplante Stadionsingen in der HDI Arena verschoben und durch eine Impfaktion ersetzt worden. Am 22. Dezember soll im Stadion von Hannover 96 in weihnachtlicher Atmosphäre und mit musikalischer Begleitung sieben Stunden lang geimpft werden, wie die Organisatoren mitteilten.

Veranstaltet wird das Stadionimpfen vom Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband, der Katholischen Kirche und weiteren Partnern aus der Region. Ursprünglich sollten am 22. Dezember rund 3000 Gäste die West-Tribüne stimmungsvoll im Kerzenschein zum Leuchten bringen. Die Premiere des Stadionsingens werde nun auf das Jahr 2022 verschoben, teilten die Veranstalter mit.

Denise Frommeyer