Im Kampf gegen die Pandemie rücken auch Impfungen für Kinder von fünf bis elf Jahren immer mehr in den Fokus. „Wir bereiten uns massiv auf das Kinderimpfen vor“, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das Land sei darüber im Gespräch mit Kinder- und Jugendärzten. 17 von 31 Kinderkliniken oder Krankenhäusern mit großen Kinderstationen hätten bereits erklärt, dass sie sich beteiligen würden.
„Daneben werden eine Reihe von Landkreisen, Städten und auch die Region Hannover zusätzlich noch gezielt mobile Impfteams fürs Kinderimpfen aufbauen“, sagte Schröder. Ihr zufolge gibt es mehr als 500 000 Kinder von fünf bis elf Jahren in Niedersachsen. „Wir gehen davon aus, dass rund ein Drittel der Eltern sagen wird: Ich möchte mein Kind impfen lassen, wenn die Empfehlung der Ständigen Impfkommission da ist.“
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will auf die um eine Woche vorgezogene Auslieferung des speziellen Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf bis elf Jahren reagieren. „Wenn irgend möglich“ solle bis zum 13. Dezember eine Empfehlung vorliegen, teilte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens auf Anfrage mit. Stiko-Mitglied Martin Terhardt sagte am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“: „Wir werden sicherlich bis dahin eine Empfehlung haben.“
Der Bund habe für Niedersachsen 240 000 Impfdosen zugesagt, die ab Mitte Dezember über den Großhandel geliefert werden sollen, sagte Schröder. „Wir gehen davon aus, dass wir den Bedarf decken können.“