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Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Niedersachsen steigt

11:01
16.11.2021
Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt angespannt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz stieg am Dienstag auf 4,7, wie das Land im Internet veröffentlichte. Der Wert gibt die Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100 000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage an. Am Vortag hatte der Wert bei 4,5 gelegen. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist die Hospitalisierungsinzidenz der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner veränderte sich gegenüber dem Vortag nicht und lag weiter auf dem Höchstwert von 132,8. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Dienstag 6,1 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt - auch dieser Wert veränderte sich im Vortagesvergleich nicht.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Patrick Reichelt

Söder fordert erneut 2G in ganz Deutschland

09:59
16.11.2021
 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat erneut eine Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte in ganz Deutschland gefordert. „Ich halte es auch für falsch, dass wir nur mit Flickenteppichen arbeiten“, sagte der CSU-Chef am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Was es braucht, ist 2G flächendeckend in Deutschland.“ 2G heißt Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Am Donnerstag berät die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona.

Bei den Corona-Regeln würde er ein gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern bevorzugen, betonte Söder. Notwendig sei eine Booster-Impfung schon ab dem fünften Monat, eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und mehr Maskenpflicht im Unterricht und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen gelten in Bayern seit Dienstag schärfere Regeln, etwa 2G auch in Gaststätten und Hotels sowie eine Maskenpflicht auch in Bereichen, wo nur Geimpfte und Genesene Zugang haben. Bayern habe im Vergleich der Bundesländer die schärfsten Regeln, sagte Söder. „Ob es reicht, wird sich zeigen.“ Was es aber nicht geben werde, sei ein Lockdown für alle, da dieser gegenüber den Geimpften verfassungsrechtlich nicht vertretbar sei.

Patrick Reichelt