Letztes Update:
20211111213107

RKI: Veranstaltungen absagen und Kontakte reduzieren

21:31
11.11.2021
 Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die aktuelle Corona-Entwicklung weiter als „sehr besorgniserregend“ ein. Es rät „dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren“. Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend hervor. „Sofern sie nicht gemieden werden können, sollte man unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus vorher einen Test machen und die Corona-Warn-App nutzen.“

Auch Geimpfte und Genesene sollten Masken tragen, Abstand halten und Räume, in denen mehrere Menschen sind, regelmäßig lüften. Bei Atemwegserkrankungen wie etwa Schnupfen oder Husten sei es für alle Menschen, auch geimpfte, „unbedingt erforderlich“, daheim zu bleiben, zudem jedoch einen Hausarzt zu kontaktieren und dort einen PCR-Test machen zu lassen.

Patrick Reichelt

Bericht: Deutschland will Österreich zum Hochrisikogebiet erklären

21:01
11.11.2021
Wegen hoher Corona-Inzidenzen will die Bundesregierung Österreich, Tschechien und Ungarn nach Informationen der Funke Mediengruppe an diesem Freitag zu Hochrisikogebieten erklären. Wie die Zeitungen berichten, soll die Einstufung am Sonntag in Kraft treten. Einzelne Gemeinden in Österreich sollten allerdings ausgenommen werden.

Eine offizielle Bestätigung gab es dafür am Donnerstagabend zunächst nicht. Die neuen Einstufungen als Hochrisikogebiete werden immer freitags veröffentlicht. Die endgültige Abstimmung zwischen den zuständigen Ressorts der Bundesregierung erfolgt kurz vorher.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien.

Patrick Reichelt

Spahn: Geld für Pflegekräfte wegen Pandemie-Mehrbelastung

20:22
11.11.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert angesichts der Belastungen durch die Pandemie für eine bessere Bezahlung von Pflegekräften. "Dieser Job ist ein gewaltiger Kraftakt. Die Pflegekräfte stehen vier, fünf Stunden an einem Bett, schwitzend, ohne sich erleichtern zu können, ohne Trinkpause. Da sollten wir finanziell noch was drauflegen", sagte der geschäftsführende Minister dem "Spiegel" (Freitag).

Er beobachte, wie sehr die Pflegekräfte für ihre Arbeit brennen, so der Politiker. Aber viele seien nach drei Pandemiewellen auch ausgebrannt und frustriert, sie gäben ihre Jobs auf. "Wer aber jetzt sagt, dass die Politik in den letzten Monaten mehr Intensivpfleger hätte ausbilden sollen, hat keine Ahnung, wie lang die Ausbildung dauert", so Spahn. "Fest steht aber, dass wir die Vergütung weiter verbessern müssen."

Wegen der angespannten Lage an den Kliniken plädiert Spahn für Hilfen für besonders von der Pandemie belastete Krankenhäuser: "Wir brauchen auf jeden Fall wieder eine Regelung, um Krankenhäuser finanziell abzuschirmen, die Covid-19-Patienten behandeln. Für diesen Vorschlag rechne ich auch mit einer großen parlamentarischen Mehrheit."

Patrick Reichelt