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Auffrisch-Impfungen nach Johnson&Johnson-Impfungen in Bremen

14:41
12.10.2021
Im Land Bremen wurden bislang rund 42.000 Personen mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson gegen Corona geimpft. Um eine von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene zeitnahe Auffrisch-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zu bekommen, gibt es in der Stadt Bremen mehrere Möglichkeiten, wie die Gesundheitssenatorin mitteilt. 
• Unter www.impfzentrum.bremen.de gibt es eine Registrierungsliste, um eine Auffrisch-Impfung im Impfzentrum zu erhalten. Ab dem 25. Oktober finden die Auffrisch-Impfungen nicht mehr im Impfzentrum, sondern in einer der Impfstellen statt.
• Bei den Einsätzen der Impftrucks im gesamten Stadtgebiet sind Auffrisch-Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung möglich. Die Termine der Impftrucks sind unter www.bremen-gegen-corona.de/impfen zu finden. Die Termine der Impftrucks werden in den kommenden Wochen dahingehend geplant, dass Standorte verstärkt angefahren werden, an denen es eine große Zahl an Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson gab, teilt die Senatorin mit.
• Auch bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sind Auffrisch-Impfungen möglich.
Bei zukünftig durchgeführten Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson sollte bedacht werden, dass nach vier Wochen eine Auffrisch-Impfung empfohlen wird, um einen tatsächlich hohen Impfschutz zu erlangen.

Michael Rabba

Untersuchungsbericht stellt London miserables Zeugnis in Pandemie aus

10:51
12.10.2021
Die britische Regierung und die sie beratenden Wissenschaftler haben dem Bericht einer parlamentarischen Untersuchung zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie schwere Fehler gemacht. Tausende Menschen seien in der Folge gestorben, so der am Dienstag veröffentlichte Report der Ausschüsse für Gesundheit und Wissenschaft des britischen Unterhauses.

In der Kritik steht unter anderem das mehrfache Zögern der Regierung in London, Lockdowns zu verhängen. Doch auch das schleppende Anlaufen des Test- und Kontaktverfolgungsprogramms und die Verlegung Tausender älterer Menschen aus Krankenhäusern in Pflegeheime ohne vorherige Tests habe sich als verhängnisvoll erwiesen, resümieren die Abgeordneten.

Zu den Fehlentscheidungen habe unter anderem die Annahme geführt, die Ausbreitung des Virus könne nicht aufgehalten werden und eine Durchseuchung der gesamten Bevölkerung sei daher unvermeidlich, so der Bericht weiter. Von den Erfahrungen anderer Länder, besonders in Asien, die durch einen frühen und energischen Lockdown das Virus in Griff bekamen, habe man nicht gelernt.

dpa

Regierung: Rund jeder zehnte Corona-Intensivpatient geimpft

09:57
12.10.2021
Ungefähr jeder zehnte der im August und September wegen Corona auf Intensivstationen behandelten Patienten war vollständig geimpft. Das geht aus einer Ende September übermittelten Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet. Die Angaben entsprechen in etwa auch früheren Aussagen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der hatte Anfang September im Werben für die Corona-Schutzimpfung gesagt, 90 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstationen seien ungeimpft. Später hatte er von 90 bis 95 Prozent gesprochen.

In der Antwort des Ministeriums wird auf die Wochenberichte des Robert Koch-Instituts verwiesen, in denen die Zahl der Impfdurchbrüche veröffentlicht wird. Als Impfdurchbruch wird nach Angaben der Regierung eine Corona-Infektion mit „klinischer Symptomatik“ bei einer vollständig geimpften Person bezeichnet.

Insgesamt wurden demnach von Februar bis Mitte September 11.419 Corona-Patienten intensivmedizinisch versorgt. Bei 210 davon wurde von einem Impfdurchbruch ausgegangen (1,84 Prozent). Im Zeitraum von Mitte August bis Mitte September waren 1186 Corona-Patienten auf Intensivstationen, bei 119 davon wurde ein Impfdurchbruch angenommen, was 10,03 Prozent der Fälle entspricht.

Das Robert Koch-Institut betonte auf Nachfrage der Funke-Zeitungen: „Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich Sars-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“ Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, sagte, Patienten mit schweren und tödlichen Corona-Verläufen seien in fast allen Fällen ungeimpft. Zudem treffe der Impfdurchbruch meist Menschen, deren „Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 80 Jahre sind“.

dpa