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Thailand plant Öffnung für Geimpfte aus sicheren Ländern

08:32
12.10.2021
Gute Nachrichten für Fernreisende: Thailand plant ab dem 1. November seine Grenzen zum quarantänefreien Urlaub für vollständig Geimpfte aus mindestens zehn Staaten zu öffnen - darunter auch Deutschland. Dies kündigte Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache am Montagabend (Ortszeit) an. Er habe das Krisenzentrum Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) und das Gesundheitsministerium angewiesen, den Plan möglichst schnell zu prüfen, erklärte Prayut.

Andere Länder, die wegen ihrer geringen Corona-Inzidenz auf der Liste stehen sollen, sind Singapur, China und die USA. Urlauber müssten dann lediglich einen PCR-Test vor der Abreise in ihrer Heimat und einen weiteren bei der Ankunft in Thailand machen, sagte Prayut. Danach könnten sie alle Landesteile frei bereisen.

Ab dem 1. Dezember sollen voraussichtlich weitere Länder zur Liste hinzugefügt werden. Dann werde voraussichtlich auch der seit Monaten wegen einer schweren Corona-Welle verbotene Ausschank von Alkohol in Restaurants wieder erlaubt sein.

dpa

Italiens Justiz ermittelt nach Corona-Randalen

07:07
12.10.2021
Nach den Ausschreitungen bei Corona-Demonstrationen in Rom am vergangenen Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Justiz habe zwei Verfahren gegen mehrere Personen eröffnet, die unter anderem bei dem Angriff auf den Sitz des Gewerkschaftsbundes CGIL am Samstag dabei gewesen sein sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag.

Ministerpräsident Mario Draghi besuchte dort am Montagmittag CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini. Anhänger der rechtsradikalen und neofaschistischen Partei Forza Nuova (Neue Kraft) hatten den Sitz am Samstag am Rande von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung angegriffen. Die Stippvisite des Regierungschefs sei eine „wichtige Botschaft“ für die Demokratie und gegen „eine Rückkehr in die Vergangenheit, die verhindert werden muss“, sagte Landini.

Bei dem etwa dreißigminütigen Treffen hätten die beiden auch über die Forderung nach einer Auflösung von faschistischen Parteien wie der Forza Nuova gesprochen, sagte Landini nach dem Treffen von Journalisten. Ein solcher Schritt wird von Politikern schon seit Samstag diskutiert. Die sozialdemokratische Partei PD brachte am Montag einen Antrag in den Senat ein, der die Regierung auffordert, die Zerschlagung von Forza Nuova und anderer faschistischer Parteien anzugehen. Andere Senatoren brachten ähnliche Vorschläge ein.

Insgesamt wurden bei den Ausschreitungen nach Medienberichten rund 40 Menschen verletzt. Die Randalierer hatten am Samstagabend auch ein Krankenhaus ins Visier genommen. Hintergrund der Demonstrationen ist, dass ab dem 15. Oktober auch in der Arbeitswelt ein Corona-Impfnachweis, ein negativer Test auf das Virus oder die bescheinigte Genesung von der Krankheit Pflicht werden soll. In Italien werden diese Nachweise als „Grüner Pass“ bezeichnet.

Michael Rabba