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20210930164438

Bund zahlte bisher 1,6 Milliarden Euro für Impfzentren

13:21
30.09.2021
Der Bund hat für den Betrieb der Corona-Impfzentren bisher 1,6 Milliarden Euro an die Länder ausgezahlt. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage mit Stand vom 27. September mit. Die Länder können Rechnungen aber auch noch zeitversetzt beim zuständigen Bundesamt für Soziale Sicherung einreichen. Bund und Länder hatten vereinbart, die zeitweise mehr als 400 regionalen Impfzentren spätestens zum 30. September in ihrer Zahl und den Kapazitäten zurückzufahren oder zu schließen. Der Bund übernimmt aber auch weiterhin einen Teil der Finanzierung.

Die meisten Länder schließen ihre Impfzentren und stellen auf mobile Impfteams um, wie das Ministerium erläuterte. Daneben laufen weiter Impfungen in Arztpraxen. Einige Länder wollen auch noch eine kleinere Zahl an Impfzentren offenhalten. Die regionalen Zentren waren zum Start der Impfungen eingerichtet worden. Hintergrund waren Anforderungen an eine starke Kühlung von Impfstoffen und ein strikter Vorrang für gefährdete Bevölkerungsgruppen wegen knapper Impfstoffe.

Jan-Felix Jasch

Deutscher Arbeitsmarkt schüttelt Corona-Auswirkungen langsam ab

12:28
30.09.2021
Dank einer kräftigen Herbstbelebung schüttelt der deutsche Arbeitsmarkt die Folgen der Corona-Pandemie allmählich ab. Nur noch etwa 200 000 der im September 2 465 000 Arbeitslosen seien auf die Krise zurückzuführen, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Daniel Terzenbach, am Donnerstag in Nürnberg. Die Vergleichszahl hatte schon einmal bei 650 000 gelegen.

Terzenbach machte jedoch darauf aufmerksam, dass die Krise den Arbeitsmarkt verändert hat. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen - vor allem Ältere mit weniger Bildung - sei stark gestiegen. Mit knapp über einer Million liege sie um 40 Prozent über dem Vorkrisen-Niveau. Dagegen sei die Jugendarbeitslosigkeit so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung. „Der Erholungsprozess ist erheblich, erreicht aber nicht alle in gleichem Ausmaß“, sagte Terzenbach.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) betonte, die Tendenz sei insgesamt vielversprechend. Die Langzeitarbeitslosigkeit brauche jedoch besonderes Augenmerk. Die Auswirkungen der Pandemie zeigten sich dort besonders deutlich.

Jean-Pierre Fellmer