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Neuer Höchststand bei Corona-Todeszahl in Russland - Mehr Kontrollen

11:14
30.09.2021
Angesichts täglich neuer Höchststände bei den Corona-Todeszahlen in Russland verschärfen die Behörden die Kontrollen von Auflagen. In der Hauptstadt Moskau drohe mehreren Einkaufszentren eine vorübergehende Schließung, weil Besucher keinen Mund-Nasen-Schutz getragen hätten, teilten Kontrolleure der Stadtverwaltung der Agentur Interfax zufolge mit. Laut offizieller Statistik vom Donnerstag starben landesweit 867 Menschen innerhalb von 24 Stunden mit dem Virus - so viele wie noch nie.
Schon seit Monaten verzeichnet das flächenmäßig größte Land der Erde mit rund 146 Millionen Einwohnern hohe tägliche Todeszahlen. Nach Daten der amerikanischen Johns Hopkins University lag Russland zuletzt bei diesem Wert weltweit auf Platz zwei hinter den USA. Mehr als 207 000 Menschen sind laut den Behörden insgesamt gestorben. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Jean-Pierre Fellmer

Medizintechnik erholt sich langsam von Corona-Rückschlag

10:46
30.09.2021
Reißender Absatz für Impfspritzen, weniger Nachfrage bei OP-Material: Corona hat auch die erfolgsverwöhnte Medizintechnik in Deutschland aus der Spur geworfen. Die Branche mit 235 000 Beschäftigten erholt sich erst langsam von der Krise, wie eine Umfrage unter den Unternehmen ergab. Zwar wird demnach mit einem Umsatzplus von voraussichtlich drei Prozent in diesem Jahr das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Die gewohnten höheren Wachstumsraten der Vergangenheit seien aber noch nicht wieder in Sicht.

„Einzelne Bereiche sind noch immer sehr stark von der Corona-Krise betroffen“, erklärte Marc-Pierre Möll, der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie, am Donnerstag. Das betreffe insbesondere Unternehmen, die OP-Material liefern. Denn um Betten für Covid-Patienten frei zu halten, hatten Krankenhäuser immer wieder planbare Eingriffe verschoben.

Dramatisch sei, dass 42 Prozent der Unternehmen in der Verbandsumfrage davon ausgehen, dass sich ihre Gewinnsituation verschlechtere. Im Vorjahr waren es 63 Prozent gewesen. Die Branche spricht von einer doppelten Krise, weil neben Corona auch Änderungen im Zulassungsverfahren für ihre Produkte die Firmen belasteten.

Jean-Pierre Fellmer