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Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 66,7 - Sechs Tote

10:15
30.09.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg wieder deutlich gestiegen. Am Donnerstag lag die Zahl der Fälle pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 66,7. Am Tag zuvor lag der Wert noch bei 61,9 und vor einer Woche bei 59,4. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich ebenfalls deutlich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg deren Zahl um sechs auf 1730.

Am Donnerstag kamen 309 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 160 mehr als am Mittwoch und 92 mehr als vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 91 654 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 85 400 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Mittwoch 100 Covid-19-Patienten behandelt, davon 36 auf Intensivstationen. Die Gesamtzahl der Patienten blieb damit im Vergleich zu Dienstag unverändert, die der Intensivpatienten sank um drei.

Jean-Pierre Fellmer

Ischgl-Prozess: Deutscher fordert 90 000 Euro wegen „Long Covid“

09:43
30.09.2021
Im Streit um Corona-Infektionen im österreichischen Skiort Ischgl hat ein schwer erkrankter deutscher Urlauber den Staat Österreich auf insgesamt 90 000 Euro Schadenersatz geklagt. Die Verhandlung vor dem Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen am Donnerstag war der erste Prozess eines deutschen Klägers im Zusammenhang mit den Vorgängen in Ischgl im März 2020. Der Vorwurf: Politik und Behörden hätten bei der Eindämmung des Virus versagt. Mit einem Urteil wird bis Jahresende gerechnet.

Der Kläger, ein Mann Mitte fünfzig aus Baden-Württemberg, bekam kurz nach seiner Rückkehr aus dem beliebten Tiroler Ski- und Partyort Covid-19-Symptome. Er lag laut seinem Anwalt Alexander Klauser wochenlang im künstlichen Koma und leidet noch immer an Spätfolgen (Long Covid). „Es liegt ein richtig schwerer Fall vor“, sagte Klauser. Wegen zeitweiliger Arbeitsunfähigkeit wurde die Forderung von ursprünglich 76 000 auf 90 000 Euro angehoben.

Wie schon im ersten Ischgl-Prozess um einen gestorbenen österreichischen Urlauber am 17. September ließ das Gericht auch am Donnerstag kein ausgedehntes Beweisverfahren zu. Aus Sicht der Richterin lagen bereits ausreichende Unterlagen vor.

Klauser beantragte erfolglos Vernehmungen von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz, Innenminister Karl Nehammer und dem ehemaligen Gesundheitsminister Rudolf Anschober, um unter anderem die chaotische Massenabreise aus Ischgl nach der plötzlichen Schließung des Skiortes zu untersuchen. Vertreter des Staates argumentierten, dass die Klage nach dem Epidemiegesetz ins Leere laufe, weil es die öffentliche Gesundheit schütze, aber nicht auf einzelne Menschen anwendbar sei.

Jean-Pierre Fellmer

RKI registriert 12 150 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 63,0

07:25
30.09.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Vergleich zum Vortag etwas gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Donnerstagmorgen mit 63,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,0 gelegen, vor einer Woche bei 63,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12 150 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10 696 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 115 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 227 501 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 1,60 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93 638.

Jean-Pierre Fellmer