Letztes Update:
20210910152427

Kreta und Korsika ab Sonntag keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

15:19
10.09.2021
Die Bundesregierung streicht die beliebten Ferieninseln Kreta und Korsika sowie die französische Region Okzitanien ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. In Frankreich gilt diese Einstufung dann nur noch für die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und einige Überseegebiete, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Griechenland - wo neben Kreta auch die südliche Ägäis diese Einstufung verliert - wird damit nun vollständig von der Liste gestrichen.

Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Norwegen mit den Provinzen Oslo und Viken sowie Bosnien-Herzegowina, Nicaragua und Grenada. Dieser Kategorie werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko zugeordnet. Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien.

Für die Einstufung sind, anders als früher, nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Von Sonntag an ist auch ein großer Teil Südamerikas wieder „risikofrei“: Argentinien, Bolivien, Paraguay, Ecuador und Peru werden von der Liste gestrichen. Außerdem werden Oman und Namibia gestrichen.

Bastian Angenendt

Studie: Zweiter Corona-Lockdown hinterlässt deutliche Lernlücken

13:21
10.09.2021
Vor allem der zweite Corona-Lockdown hat einer aktuellen Studie zufolge deutliche Lernlücken bei Hamburger Schülerinnen und Schülern hinterlassen. Das zeige sich vor allem beim Lesen und in Mathe für Kinder aus bildungsfernen Familien, teilte die Schulbehörde am Freitag mit. Zu diesem Fazit kommt die Schulbehörde nach Auswertung der hamburgweiten Lernstandsuntersuchung „Kermit 3“, an der mehr als 15.000 Schüler teilgenommen haben, das sind mehr als 85 Prozent der Hamburger Drittklässler. Die Gruppe der lernschwachen Schüler im Bereich Lesen sei um rund 11 Prozent größer geworden. Bei Mathematik stieg der Anteil lernschwacher Schüler um 8,7 Prozent.

In der Rechtschreibung verbesserten sich die Leistungen im Vergleich zu früheren Jahrgängen jedoch. Allerdings kann dieser Effekt auch damit zusammenhängen, dass die Getesteten als erster Jahrgang von der „Rechtschreiboffensive“ an Hamburger Grundschulen profitierten, hieß es. Die Schulschließungen im Rahmen des ersten Lockdowns von März bis Mai 2020 führten dagegen laut Untersuchung nur zu geringen Lernrückständen. Der zweite Lockdown begann im Dezember 2020 und dauerte bis Frühjahr dieses Jahres.

Bastian Angenendt