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GEW-Chefin fordert zum Freitesten an Schulen PCR-Tests

07:27
07.09.2021
Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), hat den Beschluss der Länder für ein einheitlicheres Corona-Konzept an Schulen grundsätzlich begrüßt - jedoch auch Kritik daran geübt. „Dass es jetzt endlich einheitliche Leitlinien gibt, das war dringend überfällig“, sagte Finnern RTL/ntv (Dienstag).

Solange es ein funktionierendes Masken- und Lüftungskonzept an Schulen gebe, sei es nachvollziehbar, nur direkte Sitznachbarn im Falle einer Corona-Erkrankung in der Klasse in Quarantäne zu schicken. „Nur: Für mich ist es ganz wichtig, dass das Freitesten mit einem PCR-Test und nicht mit einem Selbsttest passiert, weil wir doch zu oft wissen, dass das Ergebnis der Schnelltests nicht gut genug ist“, sagte die GEW-Chefin.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich am Montag mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund. Symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, sollen diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte, dies solle als „Leitplanken“ für die Gesundheitsämter dienen. Der Beschluss wurde bei Enthaltung zweier Länder angenommen.

Mit Blick auf das Schuljahr zeigte sich Finnern vorsichtig optimistisch „Ich glaube, dass wir in diesem Winter schon anders durchkommen, als im letzten Jahr - auch wenn das Schuljahr alles andere als normal sein wird.“

Patrick Reichelt

Handball-Geschäftsführer erwartet sehr komplizierte Bundesliga-Saison

06:46
07.09.2021
Geschäftsführer Frank Bohmann von der Handball-Bundesliga GmbH rechnet mit Blick auf die Corona-Pandemie noch mit einem „sehr komplizierten“ Jahr. „Wir haben immer noch mit sehr vielen Einschränkungen zu kämpfen. Melsungen darf zu 100 Prozent auslasten, andere Vereine dürfen nur 500 Zuschauer in die Halle lassen. Da haben wir noch eine große Diskrepanz“, sagte Bohmann im „Morgenmagazin“ des ZDF.

Es werde darauf ankommen, in den Modellprojekten zu zeigen, dass es sicher sei, in die Hallen zu kommen. Zuletzt waren beim Supercup in Düsseldorf nur gut 3000 Zuschauer gekommen, obwohl 8000 Fans erlaubt gewesen waren.

Mit Blick auf den Titelkampf rechnet Bohmann trotz der beiden herausragenden Teams THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt nicht mit Langeweile. „In der letzten Saison hatten wir eine Entscheidung in der letzten Sekunde. Davor die Jahre war es auch knapp. In den letzten fünf Jahren hatten wir drei Meister. Das würden sich viele Sportarten wünschen“, sagte Bohmann, der den SC Magdeburg und die Füchse Berlin als mögliche Titelkandidaten nannte.

Patrick Reichelt