Letztes Update:
20210908041443

Weniger ausländische Touristen im Corona-Jahr 2020 in Niedersachsen

05:39
07.09.2021
In der Corona-Pandemie sind im vergangenen Jahr deutlich weniger ausländische Touristen nach Niedersachsen gekommen. Wie aus Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht, brach die Zahl der Gästeankünfte und der Übernachtungen im Vergleich zu 2019 um mehr als die Hälfte ein. Demnach kamen zuletzt 594 000 Gäste aus dem Ausland nach Niedersachsen - das entspricht einem Rückgang von 63,2 Prozent. 1,78 Millionen Übernachtungen wurden von den ausländischen Touristen gebucht. Das waren 55,5 Prozent weniger als noch 2019. Allerdings blieben die Touristen etwas länger. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer legte um einen halben Tag zu auf 3,0.

Die Einschränkungen in der Corona-Pandemie hatten 2020 insgesamt zu einem massiven Einbruch im niedersächsischen Tourismus geführt. Die Einbußen besonders bei den ausländischen Gästen fielen aber noch einmal stärker aus, wie aus der Statistik der Behörde nun hervorgeht.

Nach wie vor wurde Niedersachsen vor allem von Niederländern, Dänen, Polen und Schweizern angesteuert. Ohnehin entfielen 93 Prozent der Übernachtungen von ausländischen Gästen auf Urlauber aus einem europäischen Land. Die USA waren das bedeutendste Herkunftsland für Urlauber außerhalb Europas.

Die rückläufigen Gästeankünfte- und Übernachtungszahlen fielen der Statistik zufolge zwischen den Herkunftsländern allerdings unterschiedlich stark aus. Während etwa im Vergleich zu 2019 zuletzt mit 172 000 nur noch halb so viele Niederländer in Niedersachsen urlaubten (minus 52,6 Prozent), brach die Zahl der Touristen aus den USA - zwar auf niedrigerem Niveau - noch deutlicher ein. Demnach kamen rund 13 000 Gäste 2020 aus den Vereinigten Staaten in Niedersachsen an - das waren 78,5 Prozent weniger als noch 2019.

Patrick Reichelt

RKI registriert 6726 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,8

04:29
07.09.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 83,8 - am Vortag hatte der Wert bei 84,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6726 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:39 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5750 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 59 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 60 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 017 116 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI in seinem Lagebericht am Montag mit 1,64 an (Freitag 1,83). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 783 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 413.

Patrick Reichelt