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Film über Corona-Impfung für Kinder - Trailer sorgt für Diskussionen

11:06
06.09.2021
  Ein neuer Dokumentarfilm aus Österreich will auf die möglichen Risiken von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche aufmerksam machen. Auf Youtube ist seit dem Wochenende ein viel diskutierter Trailer für „Eine andere Freiheit“ zu sehen, in dem auch Schauspieler Til Schweiger zu Wort kommt.

„Für Kinder ist dieser Virus absolut harmlos“, eine Impfung mit ihren noch unbekannten Langzeitfolgen sei im Vergleich viel gefährlicher, wird Schweiger in dem sechsminütigen Clip zum Film von Patricia Marchart und Georg Sabransky zitiert.

Schweiger äußerte sich auf Anfrage bei seiner PR-Agentin nicht dazu. Auch die österreichische Schauspielerin Nina Proll spricht sich in dem Video strikt gegen eine Impfung aus.

Kinderärzte sehen das Thema bei heutiger Datenlage differenziert. Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendmedizin an der Uni-Klinik Köln, sprach sich am Montag gegen eine Off-Label-Impfung von Kindern unter 12 mit Vorerkrankungen aus. Off Label bedeutet, dass noch keine Zulassung für diese Altersgruppe vorliegt. „Wir haben fast 17 Millionen nicht erstgeimpfte Erwachsene, da ist das Problem“, sagte er bei einem Presse-Briefing des Science Media Centers (SMC). „Die Erwachsenen haben die Pflicht, die Menschen, die sich nicht impfen lassen können und die letztlich gefährdet sind, mit zu schützen.“

Der Doku-Film sei wichtig, weil er zum differenzierten Denken beitrage, sagt der österreichische Kinderarzt Reinhold Kerbl, der in dem Trailer zu sehen ist. Er würde einem 16-Jährigen zwar zu einer Impfung raten, aber eher aus praktischen und sozialen Gründen. „Ich würde aber deswegen Ja sagen, weil ich diesem 16-Jährigen ein möglichst normales Leben wünschen würde“, so Kerbl in dem Clip.

Patrick Reichelt

Laschet für Auskunftspflicht zu Impfstatus in allen Betrieben

10:29
06.09.2021
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich für eine Auskunftspflicht über den Impfstatus in allen Betrieben in Deutschland ausgesprochen. „Der Arbeitgeber muss wissen, wer im Betrieb geimpft ist, um Schutzmaßnahmen ergreifen zu können“, sagte der CDU-Vorsitzende am Montag beim „Wahlcheck“ der „Heilbronner Stimme“. Allerdings dürften Nicht-Geimpfte nicht diskriminiert werden. „Man muss das behutsam machen.“ Union und SPD im Bundestag haben sich nur darauf verständigt, dass die Arbeitgeber in Kitas, Schulen und Pflegeheimen die Beschäftigten fragen dürfen, ob sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Bisher ist dies nur in Arztpraxen und Kliniken erlaubt.

Laschet sprach sich dagegen aus, angesichts der steigenden Zahlen in der Corona-Krise Ungeimpfte stärker einzuschränken. „Ich bin der Meinung, dass die 3G-Regel gelten sollte.“ Danach stehen bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens neben den Geimpften und Genesenen auch den negativ Getesteten offen. In manchen Bundesländern soll in einigen Bereichen 2G gelten, das heißt, dass Ungeimpfte stärker beschränkt werden sollen. Laschet wollte aber nicht ausschließen, dass es nochmal Einschnitte für Ungeimpfte gibt. Einen erneuten Lockdown wollte er nur für Geimpfte ausschließen. „Insbesondere Geimpfte sollen keine Nachteile mehr erleiden.“

Patrick Reichelt