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Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

09:50
06.09.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Niedersachsen weiter gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen sieben Tagen, lag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag bei 72,5 - und damit höher als am Sonntag (71,2). Am vergangenen Montag hatte die Inzidenz 59,9 betragen. Im kleinsten deutschen Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 116,2 nach 109,8 am Vortag.

In Niedersachsen gibt es aktuell ein Corona-Warnstufensystem mit drei Kategorien. Wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt fünf Tage lang in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen die Zahl 50 überschreitet, sind etwa Innengastronomie, Friseure oder Fitnessstudios in der Regel nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zugänglich. Die höchsten Werte hatten am Montag die Städte Salzgitter mit einer Inzidenz von 178,1, Delmenhorst (131,6) und Wolfsburg (125,2).

Weiter ausschlaggebend ist die Zahl der Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern in Niedersachsen sowie die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Werden in mindestens zwei der drei Kategorien Schwellenwerte erreicht, können die Kommunen eine Warnstufe per Allgemeinverfügung feststellen. Noch offengelassen hat die Landesregierung, was bei Erreichen der zweiten und dritten Warnstufe passiert.

Bei der Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten lag die Inzidenz am Montag bei 3,8 - nach 3,7 am Vortag. Das heißt: Im landesweiten Schnitt wurden in den vergangenen sieben Tagen 3,7 von 100 000 Einwohnern im Zusammenhang mit ihrer Corona-Infektion in einer Klinik behandelt. Ab einem Wert von sechs ist in Niedersachsen der erste Schwellenwert erreicht, weitere Schwellenwerte sind neun und zwölf.

Patrick Reichelt

Neuseeland hebt landesweiten Lockdown nach drei Wochen auf

09:00
06.09.2021
 Neuseeland hebt den landesweiten Corona-Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder auf. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch gelockert, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag. Lediglich in der Großstadt Auckland auf der Nordinsel, dem Zentrum des derzeitigen Ausbruchs, würden die Regeln zunächst weiter gelten, so Ardern.

Die Regierung in dem Inselstaat hatte am 18. August nach der Entdeckung eines einzigen Corona-Falls einen landesweiten Lockdown verhängt. Ende August wurden zeitweise mehr als 80 Fälle am Tag verzeichnet. Mittlerweile ist die Zahl aber auf etwa 20 gesunken.

Einige Regeln sollen dennoch weiter bestehen bleiben. So müssen die Bürger jetzt in Innenräumen Masken tragen. Zudem dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch maximal 50 Personen versammeln, im Freien bis zu 100 Personen.

Neuseeland hat lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt, so dass die Menschen weitgehend normal leben konnten - monatelang auch ohne obligatorische Masken. Die hochansteckende Delta-Variante habe „das Spiel aber verändert“, betonte Ardern. „Um das Virus zu schlagen, müssen wir jetzt auch unseren Spielplan ändern.“

Patrick Reichelt