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20210908041443

Ostbeauftragter warnt vor steigenden Corona-Zahlen im Osten

07:29
06.09.2021
 Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, blickt mit Sorge auf den Corona-Herbst in den ostdeutschen Bundesländern. „Wenn die Schulferien in allen fünf neuen Ländern zu Ende sind, werden die Infektionszahlen mit großer Sicherheit deutlich steigen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Einmal, weil das Virus gerade im Osten auf eine im Vergleich zum Westen hohe Zahl von Ungeimpften trifft. Aber auch deshalb, weil hier die Zahl derjenigen groß ist, die die Schutzmaßnahmen verweigern.“

Er rechne damit, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen. „Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse haben wie im vergangenen Herbst.“ Wanderwitz fügte an: „Die Impfbereitschaft könnte sich dann wieder erhöhen, wenn sich die Lage deutlich verschlechtert und strengere Maßnahmen für Ungeimpfte kommen. Ein Faktor könnte auch das Ende der kostenlosen Tests sein.“

In Thüringen und Sachsen beginnt am Montag das neue Schuljahr, damit sind die Sommerferien in allen ostdeutschen Bundesländern vorbei.

Patrick Reichelt

Grüne für Neuauflage von Förderprogramm für Kulturschaffende

06:47
06.09.2021
 Eine Neuauflage und Ausweitung der Förderung für solo-selbstständige Kulturschaffende in der Corona-Pandemie fordern die Grünen im niedersächsischen Landtag. Mitte Juli hatte die Landesregierung ein Stipendienprogramm gestartet. Antragssteller können bis zu 7200 Euro für die Entwicklung und Produktion künstlerischer Projekte beantragen, die in einem Zeitraum von einem Monat bis sechs Monaten umgesetzt werden. Die nur einmonatige Ausschreibungsfrist sei dabei - zumal in der Sommerzeit - deutlich zu knapp geraten und der Etat von zwei Millionen Euro falle im Ländervergleich sehr niedrig aus, monieren die Grünen.

Der Arbeitskreis niedersächsischer Kulturverbände hatte das Stipendienprogramm massiv kritisiert. Trotz Fristverlängerung bis Ende August sei offenbar nur die Hälfte der zwei Millionen Euro abgeschöpft wurden. Der Grund seien eklatante Mängel bei den Antragsbedingungen. So würden lediglich externe Kosten wie Fahrtkosten oder Aufträge an andere Künstler und Künstlerinnen erstattet. Die Arbeitszeit etwa für die Produktion eines Musikalbums oder anderer künstlerische Produkte werde nicht gefördert.

Patrick Reichelt

Westaustralien will sich bis 2022 vom Rest des Landes abschotten

05:47
06.09.2021
Der australische Bundesstaat Westaustralien mit der Metropole Perth wird voraussichtlich erst im kommenden Jahr wieder seine wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Grenzen zum Rest des Landes öffnen. Erst wenn 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung geimpft seien, dürften Menschen aus Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen wie New South Wales, Victoria und Australian Capital Territory (ACT) wieder in den Bundesstaat einreisen, sagte Regional-Premierminister Mark McGowan am Montag.

„Ich gehe davon aus, dass wir wieder öffnen werden, sobald wir ein sehr hohes Impfniveau erreicht haben“, erklärte McGowan. „Ich erwarte, dass das irgendwann im nächsten Jahr der Fall sein wird.“

Die inneraustralischen Grenzen sind seit Beginn der Pandemie immer wieder kurzfristig bei Corona-Ausbrüchen geschlossen worden. Die internationalen Grenzen sind schon seit März 2020 mit wenigen Ausnahmen dicht.

Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern war dank strenger Regeln und seiner isolierten Insellage lange Zeit erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Für die in einigen Regionen seit Wochen steigenden Zahlen machen Experten vor allem die Delta-Variante und die schleppend angelaufene Impfkampagne verantwortlich.

Die Regierung von New South Wales mit der Millionenstadt Sydney hatte vergangene Woche eingeräumt, dass die Null-Covid-Strategie, die Australien lange verfolgt hatte, gescheitert sei. „Es ist unmöglich, die Delta-Variante zu eliminieren“, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.

Patrick Reichelt