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Universität Hannover will Corona-3G-Regel strikt kontrollieren

11:54
06.09.2021
Die Universität Hannover will den Zugang zum Lehrbetrieb im Wintersemester für gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene oder Getestete (3G) strikt kontrollieren. „3-G bedeutet 3-G. Wenn Beschäftigte oder Studierende sich nicht daran halten, ist das eine Verletzung des Hausrechts, die wir zur Anzeige bringen“, sagte Uni-Sprecherin Mechtild von Münchhausen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Montag.

Die mehr als 30 000 Studenten und Studentinnen an der größten Hochschule in Niedersachsen kehren nach drei Semestern Fernlernens in die Uni zurück. Vor jeder Lehrveranstaltung will die Uni überprüfen, ob die Teilnehmer geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet seien. Dafür sollen nach Angaben der Unileitung eigene Mitarbeiter eingesetzt werden. Notfalls wolle man zusätzliche Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes anfordern.

„Wir müssen das zu Anfang machen, damit wir den Betrieb in Gang bekommen. Dann werden wir sehen, wie viele die Regeln tatsächlich zu unterwandern versuchen“, sagte Julia Gillen, Uni-Vizepräsidentin für Lehre. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) berichtete, dass es in Sozialen Netzwerken Kritik am Vorgehen der Uni gebe, es werde als autoritär bezeichnet.

Patrick Reichelt

Corona-Impfungen in ein Drittel der Unternehmen mit Betriebsärzten

11:37
06.09.2021
 Etwa jedes dritte Unternehmen in Deutschland mit Betriebsärztinnen und Betriebsärzten bietet seinen Beschäftigten Impfungen gegen das Coronavirus an. 4 Prozent planen noch, dies zu tun, wie eine repräsentative Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zwischen dem 2. und 17. August ergeben hat. Damit stieg der Anteil der Betriebe mit Impfangebot im Vergleich zur letzten Befragung im Juni um 4 Prozent.

„Dieser auf den ersten Blick geringe Anstieg ergibt sich unter anderem aus der hohen Zahl an Beschäftigten, die in der Zwischenzeit bereits geimpft wurden“, erläuterte IAB-Direktor Bernd Fitzenberger am Montag. 98 Prozent der Betriebe ohne Impfangebot geben demnach als Grund dafür an, dass bereits eine große Zahl der Beschäftigten geimpft sei.

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit befragt seit August 2020 regelmäßig 1500 bis 2000 Betriebe der Privatwirtschaft zu den Folgen der Corona-Pandemie.

Nach der aktuellen Befragung bieten rund 60 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten Impfungen durch Betriebsärztinnen und -ärzte an, aber nur jeder vierte Kleinstbetrieb mit bis zu 9 Beschäftigten und jeder dritte Betrieb mit 10 bis 49 Beschäftigten. Der Grund dafür ist nach IAB-Angaben, dass kleinere Unternehmen oft keine festen Betriebsärztinnen oder -ärzte haben.

Besonders wenige Impfungen gibt es aktuell im Baugewerbe sowie im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen. „Das liegt vor allem daran, dass Beschäftigte in systemrelevanten Berufen, zu denen auch das Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen gehört, frühzeitig ein Impfangebot erhielten“, sagte Fitzenberger. Überdurchschnittlich viele betriebliche Impfangebote gibt es dagegen im Bereich Verkehr und Lagerei.

Patrick Reichelt