Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke geht davon aus, dass allen Menschen in Dänemark irgendwann eine dritte Corona-Impfung angeboten wird. Die Gesundheitsbehörden prüften derzeit, wann ein dritter Piks relevant werden könnte, sagte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, sie erwarte für die Zukunft keine umfangreichen Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie mehr - „weil wir die Superwaffe haben: die Impfstoffe“, so Frederiksen.
Der Direktor des Nationalen Gesundheitsamtes, Søren Brostrøm, fügte mit Blick auf dritte Impfungen hinzu, dass an einer Richtlinie für spezielle Gruppen gearbeitet werde, die ein besonders schwaches Immunsystem haben. Das könnten etwa Krebspatienten sein, die eine Chemotherapie erhalten, oder Menschen, die eine Organtransplantation hinter sich haben. Sobald die Daten gesammelt seien - voraussichtlich in einigen Monaten - würden dann Impfrichtlinien für größere Bevölkerungsgruppen erstellt, so Brostrøm. „Wir sind an vorderster Front dabei und haben bei Bedarf auch Impfstoffe dafür.“