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20210823114255

Bremer Seemannsmission impft 750 Menschen an Bord von Schiffen

11:42
23.08.2021
Bei einer Aktion der Seemannsmission sind bislang 750 Seeleute in den Bremer Häfen gegen Covid-19 geimpft worden. Die kirchliche Organisation bietet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) seit Mitte Juli Corona-Schutzimpfungen direkt an Bord der Schiffe an, wie die Bremische Evangelische Kirche am Montag mitteilte. Es handelt sich demnach um ein einzigartiges Angebot, da in anderen deutschen Häfen die Seeleute die Schiffe verlassen müssten, um sich impfen zu lassen. Das sei angesichts der dünnen Personaldecke an Bord schwierig, weil nie die gesamte Mannschaft gleichzeitig von Bord gehen dürfe.

"Deshalb haben wir uns entschieden, mit mobilen Impfteams direkt an Bord zu gehen", sagte der Leiter der Seemannsmission, Magnus Deppe. "Wir möchten sicherstellen, dass wirklich jeder an Bord, der geimpft werden möchte, schnell und unkompliziert seinen Corona-Schutz bekommt."

Bei der Aktion, die von der Bremer Gesundheitsbehörde unterstützt wird, wird den Angaben zufolge das Vakzin von Johnson & Johnson verabreicht, bei dem eine einmalige Impfung ausreicht, um die volle Schutzwirkung herzustellen. 70 Prozent der ankommenden Schiffe seien interessiert, ihre Besatzungen entweder komplett oder in großen Teilen impfen zu lassen.

Patrick Reichelt

Briefwahlstellen öffnen vielerorts in Niedersachsen

11:16
23.08.2021
Hannover (dpa/lni) - Wer bei den Kommunal- und Bundestagswahlen per Brief abstimmen möchte, hat dafür vielerorts in Niedersachsen ab sofort verschiedene Möglichkeiten. Viele Kommunen in Niedersachsen öffneten am Montag ihre Briefwahlstellen. Dort können die Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlunterlagen beantragen, ihre Kreuzchen setzen und direkt in die Urne einwerfen. Sie können die Unterlagen aber auch mit nach Hause nehmen, dort abstimmen und kostenfrei per Brief zurückschicken. Mitzubringen sind neben dem Personalausweis eine medizinische Maske, möglichst auch die Wahlbenachrichtigung und ein Stift.

Alternativ können die Bürgerinnen und Bürger aber auch „kontaktlos“ wählen. Die Briefwahlunterlagen müssen dann online, per E-Mail oder per Post bei der Kommune beantragt, Zuhause ausgefüllt und zurückgeschickt werden. Auch das kostet nichts. Wegen der Corona-Pandemie raten einige Kommunen dazu, von der „kontaktlosen“ Briefwahl Gebrauch zu machen.

In Hannover rechnet man in diesem Jahr damit, dass viele Menschen per Brief wählen wollen. Hannovers Wahlleiter Carsten Köller teilte mit, dass die Briefwahlstellen darauf vorbereitet, die räumlichen Möglichkeiten zugleich aber auch begrenzt seien. „Deshalb raten wir allen Menschen, die per Briefwahl ihre Stimme abgeben möchten, dies möglichst frühzeitig per E-Mail, Internet oder postalisch zu beantragen“, so Köller. Am Montagmorgen bildeten sich vor der Briefwahlstelle am Neuen Rathaus in Hannover lange Schlangen.

Am 12. September werden in ganz Niedersachsen die Abgeordneten in den kommunalen Vertretungen wie Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten, Samtgemeinderäten, Stadtbezirksräten sowie Ortsräten gewählt. Außerdem finden in rund 280 Landkreisen, Städten und Gemeinde die Direktwahlen von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten statt. Am 26. September wird der Bundestag gewählt. Die Briefwahl ist in der Regel bis zum Freitag vor den jeweiligen Wahlen möglich. Details werden durch die Kommunen bekannt gegeben.

Patrick Reichelt

Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter - acht Regionen über 50

10:26
23.08.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag lag sie bei 40,7 - am Vortag hatte der Wert 39,5 betragen. Eine Woche zuvor hatte es 25,0 Corona-Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gegeben. Die Gesundheitsämter meldeten zu Montag 176 neue Infektionen. Neue Todesfälle an oder mit Corona gab es in Niedersachsen nicht.

Acht Regionen wiesen eine Inzidenz über der 50er-Grenze auf - in der Region Hannover und im Landkreis Verden lag der Wert mit je 59,8 am höchsten. Es folgten die Stadt Osnabrück (57,5) und der Landkreis Grafschaft Bentheim (56,9). Auch in der Stadt Salzgitter, in den Landkreisen Osnabrück und Celle sowie in der Stadt Wolfsburg lag die Inzidenz höher als 50.

Nach Überschreiten dieser Schwelle drohen in den betroffenen Gebieten weitere Einschränkungen. In der neuen Corona-Verordnung des Landes, die am Mittwoch in Kraft treten soll, will sich Niedersachsen aber von der alleinigen Betrachtung der Inzidenz zur Bewertung des Pandemiegeschehens verabschieden. Andere Parameter wie Krankenhauseinweisungen werden einbezogen.

Den RKI-Zahlen zufolge war die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Wittmund mit einem Wert von 12,3 niedersachsenweit am niedrigsten. Im Kreis Rotenburg lag der Wert bei 18,3, im Kreis Lüchow-Dannenberg bei 18,6.

Patrick Reichelt