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Lindner: Geimpfte und Genesene von Maskenpflicht befreien

14:11
15.08.2021
DP-Chef Christian Lindner fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Corona-Schutzmaske zu tragen. „Bei Geimpften und Genesenen halte ich die Maskenpflicht für überflüssig“, sagte Lindner. Von diesen Gruppen gehe keine Gefahr mehr aus. „Also sollte der Staat nicht zum Maskentragen verpflichten.“ Ausnahmen solle es nur noch bei „wenigen Gelegenheiten im öffentlichen Verkehr“ geben.

Lindner griff die Union und ihren Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) scharf an. „Die Union findet nicht aus dem Ausnahmezustand heraus. Das Pandemiegeschehen hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich verändert, die Pandemiepolitik indessen nicht.“ Die vulnerablen Gruppen seien durch Impfungen geschützt, zudem steige die Impfquote. „Für Geimpfte und Genesene darf es deshalb keine Freiheitsbeschränkungen mehr geben“, forderte der FDP-Vorsitzende.

Urlaub in Corona-Zeiten: Jeder Fünfte laut Studie nicht gut erholt

13:39
15.08.2021
Jeder fünfte Deutsche hat sich in diesem Sommer nicht gut oder überhaupt nicht erholt. Das ist das Ergebnis des Urlaubsreports 2021 der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Damit bleibe der Anteil der Urlauberinnen und Urlauber, die sich in den Ferien nicht entspannen konnten, im Vergleich zum Vorjahr konstant hoch. Vor allem Frauen hätten sich schlecht entspannen können, teilte die DAK-Gesundheit in Hamburg mit. Acht Prozent der weiblichen Befragten klagten darüber, im Urlaub gar keine Erholung gefunden zu haben. Bei den Männern waren es drei Prozent.

Laut DAK konnten sich 19 Prozent der Deutschen in diesem Jahr in den Ferien nicht gut erholen - 2020 war der Anteil ähnlich hoch gewesen. 2019 waren es lediglich 13 Prozent gewesen. 60 Prozent der Befragten gelang es nicht, Abstand zum Alltag zu gewinnen. Auch gescheiterte Reisepläne spielten eine große Rolle.

Lehrerverband will keine Impfungen in Schulen

12:16
15.08.2021
Der Verband Erziehung und Wissenschaft (VBE) sieht mögliche Impfangebote in Schulen kritisch. „Impfbusse in die Schule zu schicken, halte ich für falsch“, sagte der Landesverbandsvorsitzende Franz-Josef Meyer dem NDR Niedersachsen. Er befürchte Diskussionen mit Impfgegnern. Schülerinnen und Schüler würden außerdem indirekt unter Druck gesetzt, sich impfen zu lassen.

Das niedersächsische Kultusministerium plant nach den Sommerferien an den Schulen des Landes gezielte Corona-Impfaktionen auf freiwilliger Basis, Details sind aber noch nicht geklärt. Der Einsatz mobiler Impfteams sei denkbar. Die Impfzentren des Landes sollen bis Ende September geschlossen werden.

Kinder-Impfungen: Kinderärzte verweisen auf psychosoziale Aspekte

11:33
15.08.2021
Die deutschen Kinderärzte haben an die Ständige Impfkommission (Stiko) appelliert, in der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfempfehlung für Zwölf- bis 17-Jährige auch die psychosozialen Probleme dieser Altersgruppe in den Blick zu nehmen. „Die Stiko orientiert sich allein am individuellen Nutzen einer Impfung im Verhältnis zur Gefährlichkeit einer Erkrankung“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Thomas Fischbach. „Da sind Kollateralschäden bei der psychosozialen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nicht berücksichtigt.“

Laut Fischbach ist in Deutschland bislang rund eine Million der 4,5 Millionen Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe von zwölf bis 17 Jahren geimpft. Es gehe auch darum, Kinder vor weiteren Schäden im Falle neuer Corona-Maßnahmen oder eines weiteren Lockdowns im Bildungsbereich zu bewahren, so Fischbach. „Diesen Gesichtspunkt hat die Ständige Impfkommission leider bisher nicht im Blick“, kritisierte er.