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Heil will Kurzarbeiter-Regelung bis Ende des Jahres verlängern

11:54
06.08.2021
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die bestehende Kurzarbeiter-Regelung bis Ende 2021 verlängern. „Kurzarbeit war und ist unsere stabile Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal“, sagte Heil der „Rheinischen Post“ (Freitag). Die Arbeitslosigkeit gehe zurück, das sei erfreulich. „Aber angesichts der Tatsache, dass es in einer Reihe Branchen noch konjunkturelle Störungen gibt, halte ich es für sinnvoll, vorsorglich die bestehenden Regelungen für Kurzarbeit bis zum Ende des Jahres zu verlängern“, so der SPD-Politiker weiter.

Ähnlich wie Heil hatte sich am Wochenende Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz geäußert: Sowohl die Kurzarbeiter-Regelung als auch die Wirtschaftshilfen für strauchelnde Unternehmen sollten bis Ende des Jahres verlängert werden, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Von verschiedenen Ökonomen gab es Kritik an einer Verlängerung der Maßnahmen: Das wäre „völlig verfrüht“, sagte Lars Feld, ehemaliger Chef der Wirtschaftsweisen, der „Rheinischen Post“.

Derzeit können Betriebe, die bis 30. September Kurzarbeit einführen, erleichterte Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Ein Unternehmen kann demnach Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind; normalerweise müssen es mindestens 30 Prozent sein. Auch Leiharbeitskräfte können Kurzarbeitergeld bekommen.

Malte Bürger

Delta-Variante landesweit in 97,6 Prozent der untersuchten Proben

11:21
06.08.2021
In Niedersachsen bestimmt inzwischen die Delta-Variante fast ausschließlich das Corona-Infektionsgeschehen. In 97,6 Prozent der im Landesgesundheitsamt näher untersuchten Proben sei die zuerst in Indien entdeckte Mutante festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums am Freitag in Hannover. Auch bundesweit hat sie die anderen Varianten beinahe komplett verdrängt. Delta gilt als besonders ansteckend. Kommunale Gesundheitsämter verhängen deshalb in diesen Fällen oft strengere Quarantäne-Auflagen.

Landesweit lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Freitag bei 17,2 - so viele Menschen pro 100 000 Einwohner steckten sich neu mit dem Coronavirus an. 18 an Covid-19 erkrankte Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt. Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen sei derzeit als „milde“ einzustufen, sagte die Sprecherin.

Malte Bürger

Spahn wirbt für mehr Erstimpfungen als Schutz für den Herbst

10:42
06.08.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut dazu aufgerufen, Corona-Impfangebote anzunehmen. Am Donnerstag habe es knapp 100 000 Erstimpfungen gegeben, schrieb der CDU-Politiker am Freitag auf Twitter. „Das ist noch zu wenig, um gut geschützt durch Herbst und Winter zu kommen.“ Inzwischen sind laut Ministerium 51,8 Millionen Menschen oder 62,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Impfschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben mittlerweile knapp 45 Millionen Menschen oder 54,1 Prozent aller Einwohner.

Im Vergleich der Bundesländer liegt weiterhin Bremen an der Spitze - dort haben den Angaben zufolge schon 71,2 Prozent der Einwohner mindestens eine Impfung bekommen, und 63,7 Prozent sind vollständig geimpft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 52,7 Prozent mindestens einmal und 48,4 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

Malte Bürger