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Kommunen setzen für Impfangebote auf ungewöhnliche Orte

09:41
06.08.2021
Ob auf dem Marktplatz, in der Kirche oder auf dem Freizeitparkgelände: Um die Impfkampagne in Niedersachsen mit niedrigschwelligen Impfangeboten voranzubringen, setzen viele Städte und Kreise auf den Einsatz mobiler Teams und Impfbusse. Alle Landkreise in Niedersachsen probierten derzeit so viele mobile Impfangebote wie möglich auf die Beine zu stellen, sagte der Sprecher des niedersächsischen Landkreistages, Stephan Meyn, der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei es, mit den mobilen Teams an frequentierten Orten insbesondere auch junge Leute oder Menschen mit wenig Deutschkenntnissen für Corona-Schutzimpfungen zu erreichen, die sonst womöglich weniger den Weg zu Ärzten oder in Impfzentren fänden.

Der Landkreis Vechta etwa will an diesem Samstag (7. August) einen Impfbus auf das Stoppelmarktgelände in Vechta schicken, wo sich Besucher einer Kirmes impfen lassen können. In der Stadt Delmenhorst können sich Kurzentschlossene nahezu jeden Freitag in den Räumen einer religiösen Gemeinschaft oder in einer Kirche impfen lassen. An diesem Freitag (6. August) gibt es etwa Impfungen in der Lutherkirche in Delmenhorst-Stickgras. In Oldenburg und Osnabrück sind Impfmobile unterwegs, die etwa an Marktplätzen und Supermärkten halten.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sagte kürzlich, das Land habe nicht vor, besondere Anreize für das Impfen zu schaffen. Es setze aber auf die Kreativität bei den Impfaktionen. „Ob da nun eine Bratwurst mitgeliefert wird oder Matjes in Niedersachsen, bleibt abzuwarten, aber wir geben das nicht vor“, sagte Behrens. Statt einer Belohnung werde auf Argumente für den Impfschutz gesetzt. Behrens wies aber auch darauf hin, dass die kostenlosen Corona-Bürgertests ab Mitte Oktober wahrscheinlich abgeschafft werden und riet daher, sich impfen zu lassen.

Malte Bürger

Bach: Olympia ohne Einfluss auf bedrohliche Corona-Lage in Tokio

09:00
06.08.2021
Angesichts stetig steigender Corona-Zahlen in Tokio hat IOC-Präsident Thomas Bach Auswirkungen der Olympischen Spiele auf die Infektionslage in der Gastgeberstadt erneut ausgeschlossen. „Diese Behauptungen von indirekten Effekten sind ziemlich unbegründet. Ich kenne keine Zahlen, die das belegen“, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag.

Er könne nur auf die Aussagen von Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga und Tokios Gouverneurin Yuriko Koike verweisen, die versichert hätten, es gebe weder einen direkten noch indirekten Einfluss der Sommerspiele auf die Corona-Situation in der Hauptstadt. Mit mehr als 5000 Neuinfektionen hatte Tokio zuletzt einen Tageshöchststand seit Ausbruch der Pandemie erreicht. Das schürt die Sorge vor einem Kollaps des Gesundheitssystems.

Die Mission des IOC sei es gewesen, Olympia in Kooperation mit den Gastgebern sicher zu machen, sagte Bach. „Alle Zahlen bestätigen, dass das Konzept der Anti-Corona-Maßnahmen funktioniert hat“, versicherte der 67-Jährige. Dies hätten auch internationale Experten und die Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Die Tokio-Spiele haben Bach zufolge „eine Botschaft der Hoffnung, der Solidarität und des Friedens“ gesendet. Man habe bewiesen, auch unter den Bedingungen einer Pandemie ein weltweites Großereignis ausrichten zu können.

Malte Bürger