Letztes Update:
20210713085736

Impfaktionen an Schulen im Kreis Osnabrück gut angenommen

08:25
13.07.2021
In Niedersachsen bieten weitere Kommunen Impfaktionen an ihren Schulen an, um den Präsenzunterricht auch nach den Sommerferien sicherzustellen. An der IGS Fürstenau und am Gymnasium in Melle wurden am Montag Schüler ab 12 Jahren geimpft. Die Kinder kamen mit ihren Eltern, die vom Kreis Osnabrück organisierte Aktion sei gut angenommen worden, wie Vertreter der Schulen am Dienstagmorgen bilanzierten. In Osnabrück sind außerdem zu Beginn kommender Woche Impfungen an Förderschulen geplant. Auch die Stadt Emden will kurz vor Start der Sommerferien an Schulen impfen lassen.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gibt es in der EU eine Zulassung für den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Bislang hat jedoch die Ständige Impfkommission (Stiko) keine generelle Empfehlung für der Impfen von Kindern und Jugendlichen ausgesprochen - es sei denn, es liegen bestimmte Vorerkrankungen vor. Dies löste auch Kritik aus, weil junge Menschen nun die einzige Gruppe sind, die den Schutz noch nicht flächendeckend bekommen soll.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte begrüßt die Impfangebote. Auch der Landeselternrat zeigte sich zufrieden, berichtet der NDR am Dienstag. Ziel müsse es sein, dass Unterricht in voller Klassenstärke möglich bleibe, selbst falls die Infektionen wieder stärker steigen sollten.

Malte Bürger

Start von Impfstudie verschoben: Ministerium prüft noch

07:40
13.07.2021
Eine geplante Impfstudie mit Schülern, die am Dienstag im Kreis Siegen-Wittgenstein starten sollte, ist kurzfristig verschoben worden. Die Prüfung des Vorhabens durch das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalens dauert an. Dies teilte ein Behördensprecher am Dienstag auf Anfrage in Düsseldorf mit. Die Prüfung werde zeitnah abgeschlossen, sagte er. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, wann genau dies sein solle.

Die Kreisverwaltung hatte am Montagnachmittag den eigentlich für diesen Dienstag (13. Juli) geplanten Start der Studie abgesagt. Man habe den angekündigten Sondererlass des Gesundheitsministeriums bislang nicht in schriftlicher Form erhalten, hatte der Kreis mitgeteilt. Wissenschaftlich begleitet sollten im Kreis von diesem Dienstag an rund 30 000 Schüler ab zwölf Jahren und Studierende bevorzugt geimpft werden. Der Kreis will einen neuen Starttermin bekannt geben, sobald die offizielle Genehmigung vorliegt.

Die Forschenden der Universität des Saarlands und der Universitäts-Kinderklinik Bochum wollen mit der vergleichenden Untersuchung herausfinden, wie sich eine solche Querschnittsimpfung auf das Infektionsgeschehen auswirkt. In einer Befragung wollen sie zudem etwas über die Impfbereitschaft herausfinden sowie weitere Daten ermitteln. Aus Sicht der Mediziner, die die aktuelle Impfstudie betreuen, überwiegt der Nutzen einer Corona-Impfung auch in der jüngeren Altersgruppe das Risiko schwerer Nebenwirkungen.

Malte Bürger