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Bremen beginnt mit Impfung von Seeleuten

14:42
12.07.2021
Das Land Bremen beginnt mit Impfungen von Seeleuten. Als gemeinsames Projekt des Hafenärztlichen Dienstes und des Impfzentrums Bremerhaven und in Zusammenarbeit mit dem Hafenkapitän wurde ein Konzept entwickelt, um Seeleuten direkt im Hafen eine Impfung anzubieten. Das teilt die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Claudia Schilling, mit.  Die Koordination der Impfungen stelle eine große Herausforderung dar. Kurze Liegedauer sowie häufig nicht genau planbare Ankunftszeiten der Schiffe seien Faktoren, die es bei bisherigen Impfungen nicht gab.
Geimpft wird montags bis freitags ab 9.30 Uhr, je nach einlaufenden Schiffen. Die genaue Planung der Impfungen und den Kontakt mit den Agenten übernimmt der Hafenärztliche Dienst. Die Durchführung der Impfungen erfolgt durch ein mobiles Impfteam des Impfzentrums Bremerhaven. Hierfür stellt das Deutsche Rote Kreuz sowohl das Team, als auch einen Impfbus zur Verfügung.
Mit der Impfung von Seeleuten leiste Bremen einen Beitrag zur weltweiten Eindämmung der Pandemie und einer eventuellen Verbreitung von neuen Varianten, so die Senatorin.
Seeleute seien von der Pandemie besonders schwer betroffen, "weil sie in den Häfen nicht von Bord können, der Crewwechsel durch internationale Reiserestriktionen erschwert oder nicht möglich ist und auch die medizinische Versorgung oftmals nicht sichergestellt ist". Die wenigsten Seeleute hätten zudem in ihren Heimatländern Zugang zu Impfangeboten.  „Bremen als Hafen- und Schifffahrtsstandort trägt in dieser Situation eine besondere Verantwortung für die Gesundheit der Seeleute." 
Geimpft wird mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson, wodurch die schwierige Koordination einer Zweitimpfung entfällt. Außerdem wirbt auch die Seemannsmission bei im Hafen liegenden Schiffen für das Impfangebot.

Michael Rabba

Zwei neue Corona-Infektionen: Inzidenz in Bremen bei 11,6

14:07
12.07.2021
Im Land Bremen gibt es zwei neue Corona-Infektionen, die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle beträgt damit jetzt 27.550. 122 (-1) Infektionen sind aktiv. 26.940 (+3) Menschen gelten als genesen. Die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbener bleibt unverändert bei 488. Das teilt das Gesundheitsressort mit.
Auf Bremerhaven entfallen davon 7 (-2) aktive Infektionen, 4.537 (+0)  insgesamt bestätigte Fälle, 4.425 (+2) Genesene und 105 (+0) Verstorbene. 
Der Inzidenzwert in Bremen beträgt 11,6 und in Bremerhaven 0,9.

Michael Rabba

Landeshaushalt sieht trotz Corona-Krise keine großen Abstriche vor

12:50
12.07.2021
Die SPD/CDU-Landesregierung in Niedersachsen hat trotz der Corona-Krise einen Doppelhaushalt vorgelegt, der für die kommenden beiden Jahre keine gravierenden Abstriche vorsieht. „Eine Rotstift-Politik wird es nicht geben, aber alle Ministerien müssen Abstriche machen und sich zu großer Haushaltsdisziplin verpflichten“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Montag in Hannover.

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen werden die vorhandenen Strukturen und Angebote, insbesondere im sozialen Bereich, aufrechterhalten und abgesichert.“ Gespart wird unter anderem durch den Abbau nicht besetzter Stellen und die etappenweise Streichung der Zuschüsse an die Kommunen für die Mietkosten von Hartz IV-Empfängern.

Nach dem Entwurf hat der Haushalt 2022 ein Volumen von 36,65 Milliarden Euro und im Jahr darauf von 37,14 Milliarden. „Das ist eine stolze Summe Geld, mit der wir auch in Krisenzeiten eine solide Politik gestalten können“, sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Damit sich Einnahmen und Ausgaben die Balance halten, ist angesichts krisenbedingter Steuerausfälle ein Rückgriff auf das Covid-19-Sondervermögen vorgesehen, ein schuldenfinanziertes Finanzpolster zur Bewältigung der Krise. Ab 2024 ist wieder ein Haushalt ohne neue Schulden vorgesehen.

Malte Bürger