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20210712112856

Gesundheitsministerium: Inzidenz ist und bleibt wichtiger Parameter

10:33
12.07.2021
In der Debatte um Kennwerte zur Beurteilung der Corona-Lage weist das Bundesgesundheitsministerium darauf hin, dass die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin berücksichtigt werden wird. „Die Inzidenz war nie einziger Parameter, um das Pandemiegeschehen zu beurteilen. Aber sie ist und bleibt ein wichtiger Parameter“, teilte ein Sprecher am Montag mit. Richtig sei aber auch, dass die Inzidenz bei steigender Impfquote an Aussagekraft verliere, fügte der Sprecher hinzu. Zumal dann, wenn die besonders vulnerablen Gruppen bereits geimpft seien. So hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits mehrfach geäußert, zuletzt am Wochenende.

Deshalb sollen künftig weitere Daten stärker berücksichtigt werden. Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Wochenende bekanntgegeben, dass die Kliniken mehr Details zu Covid-19-Fällen melden sollen. Neben der Belegung von Intensivstationen müssen alle Krankenhauseinweisungen wegen Corona übermittelt werden, zuzüglich Alter, Art der Behandlung und Impfstatus der Patienten. Die entsprechende Verordnung dazu solle zügig auf den Weg gebracht werden, hieß es am Sonntag aus dem Ministerium.

Die „Bild“-Zeitung berichtete am Montag unter Berufung auf ein „internes Dokument“ des Robert Koch-Instituts über eine „Wende in der Corona-Politik“. Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die „Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator“ für die Politik vor.

Malte Bürger

Göttinger Immunologe für Corona-Impfung bei Kindern unter zwölf

09:41
12.07.2021
Der Göttinger Immunologe Jürgen Wienands hat sich für eine Corona-Impfung auch für Kinder unter zwölf Jahren ausgesprochen. „Auch für jüngere Kinder halte ich eine Impfung für sinnvoll“, sagte er dem „Göttinger Tageblatt“ auf die Frage, ob auch unter Zwölfjährige geimpft werden sollten. „Wie weit man im Alter nach unten geht, darüber muss man sich noch unterhalten.“

Es könne nicht sein, dass 15-Jährige von einigen Impfärzten nach Hause geschickt werden, während sie andernorts problemlos eine Impfung erhalten. Es sei dringend eine übergreifende Regelung nötig, die auf den medizinischen Fakten beruhe.

Zudem würden immer noch viele Fake-News über das Impfen verbreitet, vor allem darüber, was das Impfen angeblich mit dem Menschen mache, sagte Wienand. „Das gilt vor allem dann, wenn es um Impfungen bei Kindern geht. Und gerade bei den Kindern macht eine Impfung Sinn“, so der Immunologe.

Malte Bürger