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Taiwan erhält 10 Millionen Biontech-Impfdosen aus Deutschland

08:55
12.07.2021
Die Inselrepublik Taiwan hat sich mit Hilfe zweier großer Technologieunternehmen 10 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech aus Deutschland gesichert. Wie Taiwans Regierung am Montag mitteilte, spendeten der taiwanesische Chiphersteller TSMC und der Elektronikhersteller Hon Hai die Dosen, nachdem die Unternehmen zuvor Vereinbarungen über den Kauf des Impfstoffes geschlossen hatten.

Die Hilfe der Unternehmen sei laut Regierungssprecher Lo Ping-​cheng notwendig geworden, nachdem Taiwans Regierung selbst beim Kauf von Dosen auf Schwierigkeiten gestoßen war. Ende Mai hatte Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen China dafür kritisiert, dass es die Inselrepublik daran gehindert habe, eine Vereinbarung mit Biontech über die Lieferung seines Impfstoffes zu unterzeichnen.

Fosun bestätigte, dass nun Abkommen mit den zwei taiwanesischen Firmen geschlossen worden seien. Der Impfstoff soll direkt aus Deutschland kommen. Zuvor hatten bereits die USA angekündigt, Impfstoff an die Inselrepublik zu spenden. Bisher erhielten nur etwa 14 Prozent der 23,6 Millionen Einwohner Taiwans mindestens eine Dosis des Covid-19-Impfstoffs.

Malte Bürger

Holetschek: Rufe nach Aufhebung aller Corona-Maßnahmen zu früh

08:24
12.07.2021
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert. „Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht“, sagte Holetschek der „Rheinischen Post“ (Montag). Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. „Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann“, sagte der CSU-Politiker.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Für den Vorstoß bekam Maas viel Zustimmung aus der Union und der FDP.

Malte Bürger

Althusmann zur Impfkampagne: „Wir müssen niedrigschwelliger werden“

07:22
12.07.2021
Der niedersächsische CDU-Politiker und stellvertretende Ministerpräsident Bernd Althusmann hat mehr Impfangebote außerhalb von Arztpraxen und Impfzentren gefordert. „Wir müssen jedenfalls niedrigschwelliger werden und ja, vielleicht auch anbieten, zum Beispiel am Rande von Wochenmärkten oder in Einkaufszentren zu impfen“, sagte er den Partner-Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR). Auch dürfe es nicht an Sprachbarrieren scheitern, wenn Menschen impfwillig sind. Er sprach sich allerdings gegen Anreize wie Gutscheine für eine Impfung aus.

Zudem stellte Althusmann die Inzidenzzahl als zentralen Maßstab für die Überwachung des Pandemiegeschehens in Frage. „Bei fortschreitendem Impf- und Testgeschehen reicht die Inzidenz in ihrer bisherigen Berechnung nicht aus“, sagte er. „Angesichts der vielen Virus-Varianten und des Umstands, dass unklar ist, ob und in welchem Maß auch Geimpfte das Virus noch übertragen können, müssen wir weitere Kriterien definieren und in einem neuen Wert abbilden.“

Malte Bürger