Letztes Update:
20210712072230

Niedersachsens Inzidenzwert klettert auf 5,4

06:38
12.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist binnen einer Woche um 1,7 angestiegen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag lag die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche bei 5,4 (Vortag 5,5). Am Montag vor einer Woche hatte der Wert noch bei 3,7 gelegen.

Die absolute Summe der registrierten Fälle lag gleichbleibend zum Vortag bei 261.648. Es wurden keine weiteren Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben in Niedersachsen bisher 5798 Menschen im Zusammenhang mit dem Covid-19-Erreger.

In vier Kommunen lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit Stand Samstag über der Schwelle von 10: In Stade, Cloppenburg, Wolfsburg und in der Region Hannover. 60,4 Prozent der Menschen in Niedersachsen haben derzeit mindestens eine Impfung erhalten.

Malte Bürger

Olympia-Stadt Tokio erneut im Notstand - Klagen über Impfstoff-Mangel

05:42
12.07.2021
Begleitet von Klagen über Impfstoffmangel ist in Tokio für die Dauer der Olympischen Spiele erneut der Corona-Notstand in Kraft getreten. Restaurants dürfen seit Montag keinen Alkohol mehr ausschenken und müssen ebenso wie große Kaufhäuser bereits um 20.00 Uhr schließen. Sport- und Kulturveranstaltungen sind maximal 5000 Zuschauer erlaubt, sofern die Hälfte der Platzkapazitäten nicht überschritten wird. Die Bürger sind aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Am Vorabend des inzwischen vierten Notstands in Tokio, der vorerst bis 22. August gilt, beklagten Japans Gouverneure Chaos beim Impfprozess im Land angesichts eines Mangels an Impfdosen.

Sie warfen der Regierung von Ministerpräsident Yoshihide Suga vor, in dem äußerst spät angelaufenen Impfprozess für Verwirrung zu sorgen. Der Staat hatte Druck auf die Lokalregierungen ausgeübt, die Impfungen zu beschleunigen mit dem Ziel, jedem Bürger bis Oktober oder November ein Impfangebot zu machen. Doch nun hapert es plötzlich an genügend Impfdosen, weswegen immer mehr Orte keine weiteren Impftermine mehr annehmen beziehungsweise wieder stornieren müssen. Viele Menschen in Japan werfen der Regierung von Ministerpräsident Suga mangelhaftes Krisenmanagement im Umgang mit der Pandemie vor.

Kritiker beklagen, dass ein Großteil der japanischen Bevölkerung zu Beginn der Olympischen Spiele am 23. Juli nicht geimpft sein werde. Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Virus haben Japans Olympia-Macher Zuschauer von nahezu allen Wettkämpfen ausgeschlossen. Viele Japaner befürchten dennoch, dass die Spiele zu einem Superspreader-Event werden könnten. Die Verantwortlichen und das Internationale Olympische Komitee behaupten jedoch immer wieder, alles sei „sicher“.

Malte Bürger