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20210710073946

RKI registriert 952 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 5,8

06:33
10.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am vierten Tag in Folge angestiegen. Sie lag bei 5,8 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner (Vortag: 5,5; Vorwoche: 4,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 952 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.17 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 671 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 735 420 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 634 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 225.

Jan-Felix Jasch

Gewerkschaft warnt vor stundenlanger Warterei bei England-Einreisen

06:09
10.07.2021
 Wegen der Aufhebung der Qurantänepflicht für Geimpfte bei der Ankunft in England warnt eine Gewerkschaft vor stundenlangen Wartezeiten bei der Einreise. Die bloße Zahl der Fluggäste sowie ein Mangel an Grenzbeamten werde die Kontrollen deutlich verlangsamen, sagte die Chefin der Grenzschutzgewerkschaft Immigration Service Union, Lucy Moreton, am Freitag dem Sender BBC Radio 4. Derzeit dauere die Passkontrolle zwei bis vier Minuten pro Person. Wegen der Prüfung der erforderlichen Impf-Nachweise werde sich diese Zeit aber auf acht bis zwölf Minuten erhöhen.

„Derzeit sehen wir zu Spitzenzeiten Schlangen von ein bis zwei Stunden, wenn mehrere Flugzeuge gleichzeitig ankommen“, sagte Moreton. Weil aber wegen der aufgehobenen Quarantäne für vollständig geimpfte Urlaubsrückkehrer sowie Minderjährige deutlich mehr Reisende erwartet werden, befürchte sie drei Mal so lange Wartezeiten.

Verkehrsminister Grant Shapps räumte ein, dass es Störungen und Verzögerungen geben könne. Er erwarte aber, dass es dazu beim Check-in im Ausland kommen werde, weil die Fluggesellschaften penibel prüfen müssten, ob die Reisenden alle erforderlichen Dokumente parat haben. Bei der Einreise nach England werde es weniger dramatisch sein, sagte Shapps. Airlines sowie Bahn- und Fährunternehmen seien dabei, eine mögliche Digitalisierung der Kontrollen zu prüfen.

Die Lockerungen bei der Einreise gelten nur für Menschen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich, die beide Corona-Impfungen vom britischen Gesundheitsdienst (NHS) erhalten haben und aus einem Land von der sogenannten gelben Reiseliste einreisen. Dazu zählt auch Deutschland. Touristen müssen weiterhin nach Ankunft für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Shapps kündigte an, dass die Regierung an einer Regelung für Touristen arbeite. Es sei wahrscheinlich, dass für EU-Bürger in einigen Wochen eine Lösung gefunden werde.

Max Seidenfaden

Kapitel

Freitag, 9. Juli