Letztes Update:
20210709204402

Das war am Freitag, 9. Juli, wichtig

20:44
09.07.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. 
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 4,9 bestätigte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen stagniert. Am Freitag lag sie im Stadtgebiet wie am Vortag bei 11,3. In Bremerhaven sank sie leicht auf 1,8. 
Deutschland und die Welt:
  • Die Zahl der Neugeborenen in Europa und den USA ist nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen aufgrund der Corona- Pandemie teilweise deutlich zurückgegangen.
  • Intensivmediziner fordern ein Festhalten an der Maskenpflicht, bis 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind. „Solange eine Impfquote von 85 Prozent unter den Erwachsenen nicht erreicht ist, sollten wir auf weitere Lockerungen verzichten und an der Maskenpflicht festhalten“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx.
  • Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft dieBundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebietein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abraten wird.
  • Wegen einer enorm gestiegenen Zahl an Neuinfektionen haben die Niederlande eine Reihe von Corona-Maßnahmen wieder verschärft. Clubs und Discos müssen von Samstag an erneut schließen. Für Gaststätten ist um Mitternacht Schluss.
  • In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante im Vergleich zur Vorwoche um rund ein Drittel gestiegen. Die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) machte insgesamt 54 268 Neuinfektionen in einer Woche aus. 44 Fälle beträfen die sogenannte Delta-Plus-Variante. Die Delta-Variante ist landesweit mittlerweile für 99 Prozent aller Corona-Fälle im Land verantwortlich.

Jan-Felix Jasch

Inzidenz in Spanien fast bei 200 - Wert für Hochinzidenzgebiet

20:29
09.07.2021
n Spanien ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 199 gestiegen - nahezu der Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklären kann. So erging es am Freitag Zypern, das erst vergangenen Sonntag zum Risikogebiet erklärt worden war und nun wegen mehr als 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen zum Hochinzidenzgebiet wird. Damit gilt eine Quarantänepflicht für alle Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind.

Spanien wird ab Sonntag bereits als Risikogebiet eingestuft. Nun droht dem beliebtesten Urlaubsland der Deutschen ein ähnliches Schicksal wie Zypern. Für das stark von Tourismus abhängige Land hätte das schwere wirtschaftliche Konsequenzen. Die spanische Regierung bezweifelt allerdings, dass die Orientierung an den Infektionszahlen der richtige Weg ist.

Tourismusministerin María Reyes Maroto sagte, die Inzidenz als Gradmesser für das Risiko verliere angesichts der hohen Impfrate und der niedrigen Zahl an Corona-Patienten in den Krankenhäusern an Bedeutung. Spanien liege bei der Zahl der vollständig Geimpften mit 47,8 Prozent noch vor Deutschland (43,7). Auch die Todesrate sei niedriger als in Deutschland.

Max Seidenfaden