Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Bedrohungslage in Deutschland zugespitzt. Sie habe zu einer Zunahme von „Extremismus und Terrorismus aus allen Himmelsrichtungen“ geführt, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Freital bei Dresden.
Es gebe einen Zulauf bei Rechtsextremisten und mehr Straftaten, ebenso eine erhebliche Zunahme von Straftaten im linksextremen Bereich. Die Zunahme der Gewaltbereitschaft sei beängstigend. Der Islamismus sei „in der Mitte des Landes“, stellte Seehofer fest. Er wolle den Menschen zwar keine Angst machen, man dürfe die Realität aber auch nicht verharmlosen. „Wir müssen höchst, höchst wachsam sein.“
Der CSU-Politiker äußerte sich auch zur Sicherheitslage bei den Bundestagswahlen. Man werde alles tun, um deren Sicherheit zu garantieren und Störungen vor allem aus dem Ausland verhindern. Er werde gemeinsam mit dem Bundeswahlleiter und dem BSI-Präsidenten Arne Schönbohm darüber in der Bundespressekonferenz informieren, sagte Seehofer und lobte die Arbeit des Amtes. Das BSI „spiele unter den Ersten in der Welt mit“, wenn es um die Cyber-Sicherheit geht. Sicherheit in der Informationstechnik sei eine große Herausforderung und werde Deutschland noch lange begleiten.