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RKI: So wenige wöchentliche Corona-Labortests wie noch nie 2021

14:14
01.07.2021
Die Zahl der wöchentlichen Labortests auf das Coronavirus ist mittlerweile so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Für die vergangene Woche weist das Robert Koch-Institut 705 520 Testungen aus, wie aus dem Lagebericht vom Mittwochabend hervorgeht. Das ist weniger als halb so viel wie in der Woche vom 19. bis 25. April, als noch rund 1,4 Millionen Tests erfasst worden waren.

Die Zahlen sind bereits seit einigen Wochen rückläufig und liegen seit Ende Mai unter der Schwelle von einer Million PCR-Tests pro Woche. In den Angaben können auch mehrfach getestete Patienten enthalten sein. Die aktuellen Werte sind höher als jene aus dem Frühsommer 2020. Erst ab August vergangenen Jahres war eine wöchentliche Größenordnung an Tests wie derzeit erreicht worden. Von damals bis heute hat sich aber auch die Zahl meldender Labore erhöht.

Auf einen Tiefststand in diesem Jahr ist nun auch der Anteil der positiv ausgefallenen Untersuchungen gesunken: Nur noch in einer von 100 Proben von vergangener Woche wurde laut RKI-Bericht Sars-CoV-2 aufgespürt (0,96 Prozent). Im Frühjahr hatte der sogenannte Positivenanteil teils deutlich über zehn Prozent gelegen.

Malte Bürger

Afrika kritisiert EU wegen Impfstoffen - eigene Produktion läuft an

13:39
01.07.2021
Im Kampf gegen das Coronavirus muss die Europäische Union aus afrikanischer Sicht mehr tun, um globale Ungerechtigkeiten bei der Impfstoffverteilung aufzuheben. „Keine einzige Dosis hat die Produktionsstätten in der EU verlassen, die nach Afrika ging - wir wurden an Indien verwiesen“, erklärte am Donnerstag der Corona-Sonderbeauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa. In der EU seien nun aber soviele Menschen geimpft, dass sie ohne Masken Fußballspiele schauen könnten. Masiyiwa forderte: „Jetzt ist es an der Zeit für Europa, die Produktionsstätten zu öffnen.“

Afrika brauche dringend Covid-19-Impfstoffe - von den für dieses Jahr geplanten 700 Millionen Dosen seien erst 65 Millionen auf dem Kontinent. Hoffnung gebe die anlaufende eigene Produktion. Ab August wird ein Pharmakonzern in Südafrika ein Jahr lang insgesamt 400 Millionen Dosen des Impfstoffs Johnson & Johnson herstellen und auf dem Kontinent sowie an Karibik-Staaten ausliefern. „Wir haben unsere Lektion gelernt, zur Gewährleistung der Impfstoffsicherheit auf dem Kontinent können wir uns nicht auf andere verlassen“, sagte John Nkengasong von der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC.

Insgesamt wurden bisher in Afrika rund 5,5 Millionen Infektionen dokumentiert. Die Dunkelziffer dürfte nach Expertenansicht auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen höher liegen. Die Gesamtzahl ist aber gering im Vergleich zu anderen Weltregionen: Afrika macht 3 Prozent aller weltweiten Infektionsfälle aus und hat bisher 52 Millionen Tests sowie knapp 50 Millionen Impfungen durchgeführt. Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren.

Malte Bürger