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Gesundheitsminister wollen Impfzentren zurückfahren

18:19
28.06.2021
Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen im Herbst den Betrieb der Impfzentren zurückfahren. Auch über den 30. September hinaus setze man bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf staatliche oder kommunale Impfangebote. Der Schwerpunkt dabei solle zunehmend aber auf mobilen Impfteams liegen, heißt es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montagabend.

Die Länder könnten dabei selbst über die künftige Infrastruktur des Impfangebots entscheiden. Im Bedarfsfall sollen die Impfzentren in jedem Fall aber auch schnell wieder aktiviert werden können.

Der bayerische Gesundheitsminister und Chef der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), sagte: „Wir kommen bald in eine Situation, in der der Großteil der impfwilligen Erwachsenen vollständig gegen Corona geimpft sein wird. Auf dem Weg dahin waren die Impfzentren eine tragende Säule der nationalen Impfstrategie.“

Holetschek fügte hinzu: „Auch wenn wir künftig die Impfzentren in ihrer bisherigen Struktur voraussichtlich nicht mehr brauchen, werden ihre Erfahrung und Infrastruktur insbesondere für bevorstehende Auffrischungsimpfungen weiterhin von Nutzen sein. Dabei legen wir den Fokus ab Herbst auf mobile Impfteams, mit denen wir bereits zu Beginn der Impfungen sehr gute Erfahrungen gemacht haben.“

Michael Rabba

Kretschmer warnt vor Einschleppung des Coronavirus durch Urlauber

17:20
28.06.2021
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vor einer Einschleppung des Coronavirus durch Urlauber gewarnt. „Urlaub im Ausland ist etwas sehr Sensibles“, sagte er dem Portal „Sächsische.de“ am Montag. „Wir sehen gerade, was in Portugal passiert und in Großbritannien“, so der Regierungschef. „Flieger, die aus diesen Region kommen, müssen kontrolliert werden und das mit einer hohen Präzision.“

Zugleich appellierte der Regierungschef an die Menschen, sich impfen zu lassen. „Corona wird nur ein Ende haben, wenn mindestens 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sind.“ Der Impfstoff sei jetzt da. Man sehe in Großbritannien, wie schnell sich das Blatt wenden könne. „Was wir als Vorbereitung tun können, ist uns impfen zu lassen.“ Jüngst hatte eine Stichprobe des Deutschen Roten-Kreuzes (DRK) in den Impfzentren ergeben, dass Tausende Zweitimpftermine in Sachsen ausfallen, weil vereinbarte Termine nicht eingehalten werden.

Die als ansteckend geltende Delta-Variante des Virus' breitet sich aktuell in mehreren Ländern aus und hat etwa in Portugal zu einen starken Wiederanstieg der Sieben-Tage-Inzidenz geführt. Immer mehr Länder-Regierungschefs drängen darauf, Test- und Quarantäneregeln bei der Einreise aus dem Ausland zu verschärfen.

Michael Rabba

Deutschsprachige Staatsoberhäupter sprechen über Corona-Pandemie

16:45
28.06.2021
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich mit anderen deutschsprachigen Staatsoberhäuptern getroffen, um mit ihnen über den Zusammenhalt der Gesellschaft in der Corona-Pandemie zu sprechen. Steinmeier begrüßte am Montag die Staatsoberhäupter von Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz in Potsdam zu informellen Gesprächen.

Zu dem Treffen im Bayrischen Haus im Potsdamer Wildpark kamen neben Steinmeier Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Erbprinzessin Sophie, König Philippe von Belgien und Königin Mathilde, Großherzog Henri von Luxemburg, der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Ehefrau Doris Schmidauer sowie der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin und Ehefrau Caroline. Erbprinz Alois nimmt seit 2004 die Aufgaben des Staatsoberhaupts von Liechtenstein wahr.

Nach Angaben des Bundespräsidialamtes sollte es bei den Gesprächen auch um aktuelle politische Fragen in den jeweiligen Ländern und in Europa gehen. Für den Abend war ein gemeinsames Essen geplant. Die Staatsoberhäupter der Länder, in denen Deutsch gesprochen wird, treffen sich jedes Jahr an wechselnden Orten. In diesem Jahr ist Deutschland an der Reihe. Im vergangenen Jahr fiel die Begegnung wegen der Corona-Pandemie aus.

Der Austausch geht am Dienstag mit dem Thema Nachhaltigkeit weiter: Dann wollen die Staatsoberhäupter das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung auf dem Potsdamer Telegrafenberg besuchen und mit Direktor Ottmar Edenhofer sprechen.

Michael Rabba