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Großbritannien gibt kein grünes Licht für Reisende aus Deutschland

19:14
24.06.2021
Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Großbritannien weiterhin in Quarantäne gehen. Das geht aus der Aktualisierung der Corona-Reiseliste der britischen Regierung vom Donnerstag hervor. Die Bundesrepublik bleibt demnach im britischen Ampelsystem weiterhin auf der gelben Liste, für die eine zehntägige Quarantäne und zwei Coronatests vorgeschrieben sind.

Fußball-Fans aus Deutschland haben damit keine Chance mehr, das EM-Achtelfinalspiel zwischen der deutschen Nationalelf und den englischen Three Lions am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion zu verfolgen. Es sei denn, sie halten sich bereits in Großbritannien auf.

Obwohl der Druck auf die Regierung von Premierminister Boris Johnson zunimmt, die strengen Quarantäne-Vorschriften für beliebte Urlaubsländer in Europa aufzuheben, wurde die grüne Liste am Donnerstag nur um einzelne Regionen ergänzt. Dazu gehören unter anderem die Balearischen Inseln Mallorca und Ibiza sowie das zu Portugal gehörende Madeira und die Mittelmeerinsel Malta. Rückkehrer von dort müssen vom 30. Juni an nicht mehr in Quarantäne. Die Regierung bestätigte jedoch auch Pläne, wonach die Pflicht zur Selbstisolation für zweifach geimpfte Reiserückkehrer aus Ländern der gelben Liste zu einem späteren Zeitpunkt im Sommer aufgehoben werden soll. Details dazu sollen im Juli bekannt gegeben werden.

Die Fallzahlen in Großbritannien steigen seit Wochen wieder an. Das liegt vor allem an der starken Ausbreitung der Delta-Variante in dem Land. Gleichzeitig ist das Impfprogramm weit fortgeschritten. Bereits mehr als 80 Prozent der Erwachsenen haben dort eine erste Impfung erhalten. 60 Prozent sind schon zweimal geimpft. Die Regierung sieht das als Grund, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle in dem Land bislang gering bleibt.

Michael Rabba

Kitabesuch muss in Bremerhaven ab August wieder bezahlt werden

18:43
24.06.2021
Ab 1. August müssen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in den städtischen Tagesstätten wieder bezahlen. Die Aussetzung der Beitragspflicht wird zum 31. Juli aufgehoben. Das hat der Magistrat jetzt beschlossen. Aufgrund der Corona-Pandemie und vor dem Hintergrund der Einschränkungen der Kindertagesbetreuung wurden ab 1. November 2020 Kita-Beiträge erstattet. "In der Erwartung, dass der Betrieb im neuen Kindergartenjahr ohne Einschränkungen aufgenommen werden kann, müssen die Eltern ab dem 1. August 2021 wieder eigenständig für die Kosten aufkommen", teilt der Magistrat mit. 
Seit Anfang Juni findet die Kindertagesbetreuung in Bremerhaven gemäß dem Reaktionsstufenplan im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt.

Michael Rabba

US-Experten: Seltene Fälle von Herzentzündungen nach Corona-Impfung

18:08
24.06.2021
Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und selten auftretenden Herzmuskelentzündungen bei jüngeren Männern. Seit April habe es in den Vereinigten Staaten mehr als 1000 gemeldete Fälle von Myokarditis oder Perimyokarditis gegeben, teilte die CDC am Mittwoch mit. Die Behörde betonte dabei jedoch, dass das Auftreten der Erkrankungen mit knapp 13 Fällen auf einer Million gering sei und empfiehlt das Impfen nachdrücklich. „Die bekannten und potenziellen Vorteile einer Covid-19-Impfung überwiegen die bekannten und potenziellen Risiken, einschließlich des möglichen Risikos einer Myokarditis oder Perimyokarditis“, hieß es.

Auch seien die meisten Patienten schnell wieder vollständig genesen, Todesfälle habe es nicht gegeben. Ein gehäuftes Auftreten nach einer Impfung mit einem mRNA-Vakzin von Biontech/Pfizer oder Moderna habe es Untersuchungen zufolge dabei nur in den Altersklassen von 12 bis 29 Jahren gegeben.

Zunächst hatte es Berichte zu Myokarditis aus Israel gegeben. So hält ein Ausschuss des israelischen Gesundheitsministeriums eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung, vor allem der zweiten Dosis, mit einer Herzmuskelentzündung für wahrscheinlich. Auch in Deutschland sind Dutzende Fälle bekannt.

Viele Herzmuskelentzündungen verlaufen nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts symptomlos oder mit unspezifischen Symptomen. Eine Myokarditis kann aber auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Zu den möglichen Auslösern zählen Virusinfektionen.

Michael Rabba