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20210618042352
Kapitel

Donnerstag, 17. Juni

Was am Donnerstag, 17. Juni, wichtig war

10:03
17.06.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • In Niedersachsen ist die Zahl der Corona-Infizierten mit der Delta-Variante gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Donnerstag wurden seit Ende vergangener Woche 30 neue Fälle bekannt, womit es jetzt insgesamt 65 sind. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Infizierten ist die Delta-Variante nach Einschätzung von Experten aber noch relativ selten
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Bremer Stadtgemeinde ist am Donnerstag zum ersten Mal seit rund neun Monaten wieder unter die Marke von zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken. Wie das Gesundheitsressort am Abend mitteilte, lag sie in der Stadtgemeinde bei 9,2.

Deutschland und die Welt:
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Der bundesweite Inzidenzwert sank auf 11,6. Am Mittwoch hatte er bei 13,2 gelegen.
  • Für Menschen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union soll die Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni grundsätzlich wieder möglich sein, wenn sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. 
  • Der Bund hält auch nach dem Rückschlag der Tübinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs an seiner Beteiligung an dem Unternehmen fest. 
  • Auch von Covid-19 Genesene sollen ihren Status ab Ende Juni in der Corona-Warn-App und der CovPass-App als neuem digitalem Impfnachweis hinterlegen können. Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt, erklärte das Bundesgesundheitsministerium 
  • In Großbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. 

Müller: 20 Millionen Euro für Corona-Impfstoffproduktion in Afrika

20:41
17.06.2021
Zum Abschluss seiner Westafrikareise hat Entwicklungsminister Gerd Müller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt. Das Geld solle bis April 2022 zur Verfügung gestellt werden, sagte der Minister am Donnerstag in der Hauptstadt Dakar. Der Betrag sei als „Initialzündung“ für eine Impfstoffproduktion „für Afrika in Afrika“ gemeint. Man hoffe, dass andere europäische Länder dem Beispiel folgen würden, hieß es.

Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC, erwartet, dass Afrika Impfstoffe schon Ende des Jahres selbst produzieren könnte, mit dem Institut Pasteur als einem der wichtigsten Labore auf dem Kontinent. Afrika befindet sich nach Angaben der Africa CDC mit 5,1 Millionen gemeldeten Fällen und 136 000 Toten mit dem Virus in der dritten Welle der Corona-Pandemie. Bislang ist laut der Weltgesundheitsorganisation erst ein Prozent der afrikanischen Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft worden.

Der Senegal ist der letzte Stopp von Müllers fünftägiger Reise, in dessen Zentrum der Kampf gegen die Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise stehen. Müller hatte zuvor Togo, Gambia und Sierra Leone besucht.

Max Seidenfaden