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Virus-Variante Delta nimmt in Niedersachsen zu

20:26
17.06.2021
In Niedersachsen ist die Zahl der Corona-Infizierten mit der Delta-Variante gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Donnerstag wurden seit Ende vergangener Woche 30 neue Fälle bekannt, womit es jetzt insgesamt 65 sind. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Infizierten ist die Delta-Variante nach Einschätzung von Experten aber noch relativ selten. Das Landesgesundheitsamt erhebt die Zahlen stichprobenartig oder prüft auf Verdacht, ob eine Infektion mit der Variante vorliegt.

An einem Hildesheimer Gymnasium hatte sich in der vergangenen Woche eine Gruppe von Schülern mit dem Coronavirus infiziert - auch hier wurde die Delta-Variante nachgewiesen. 90 Menschen seien daraufhin in Quarantäne geschickt geworden, bestätigte das niedersächsische Kultusministerium in der vergangenen Woche. An der Schule gelten seitdem strenge Maßnahmen und es gibt unter anderem eine Maskenpflicht im Unterricht und mehr Schnelltests. Auch in Vechta waren am Mittwoch sechs Fälle bekanntworden. In der Region Hannover gab es nach offiziellen Angaben seit Mai 19 Ansteckungen mit der Virus-Variante.

Bundesweit steigerte die in Indien entdeckte Delta-Variante ihren Anteil an den Neuinfektionen binnen einer Woche deutlich. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie gilt nach Einschätzung von Experten als schneller übertragbar. In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen wegen dieser Virus-Variante derzeit stark an.

Max Seidenfaden

Briten wollen Teilnehmern von Klimakonferenz Impfungen bereitstellen

20:18
17.06.2021
Um eine persönliche Weltklimakonferenz im November in Glasgow zu ermöglichen, will Großbritannien als Gastgeber Teilnehmern im Zweifelsfall Corona-Impfungen ermöglichen. „Das Vereinigte Königreich wird Impfungen für Delegationen zur Verfügung stellen, die andernfalls nicht in der Lage sein würden, dabei zu sein“, kündigte der designierte Präsident der Konferenz COP26, Alok Sharma, am Donnerstag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen in Bonn an. Wie genau dieser Prozess ablaufen und wo die Menschen geimpft werden sollten, soll in Kürze bekanntgegeben werden.

Die britische Regierung will als Gastgeberin die Konferenz im November unbedingt als Präsenzveranstaltung durchführen. „Es ist wichtig, wirklich alle Länder zusammen am gleichen Tisch zu haben“, erklärte Sharma. Die Vorberatungen in den vergangenen Wochen hatten digital stattgefunden, was durch die verschiedenen Zeitzonen extreme Herausforderungen darstellte.

Die Weltklimakonferenz COP26 soll im November im schottischen Glasgow stattfinden. Das Treffen gilt als wichtiger Meilenstein, um Vereinbarungen über die konkrete weitere Umsetzung des Abkommens von Paris zu treffen.

Die unsichere Corona-Lage und die ungleiche Verteilung von Impfstoffen in der Welt hatten Zweifel aufkommen lassen, ob die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschobene Konferenz tatsächlich in diesem Jahr physisch stattfinden kann. Klimaaktivistin Greta Thunberg hatte eine Verschiebung der COP26 vorgeschlagen und erklärt, sie wolle nur dabei sein, wenn jeder unter gleichen Bedingungen an der Konferenz teilnehmen könne.

Max Seidenfaden