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Weil stellt Lockerungen bei Kontaktbeschränkungen in Aussicht

13:02
05.06.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat in einem Zeitungsinterview weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie in Aussicht gestellt - unter der Voraussetzung dass die Inzidenzwerte stabil bleiben. „Es ist dann zum Beispiel denkbar, wieder Treffen von bis zu zehn Personen aus zehn Haushalten möglich zu machen“, sagte Weil der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Zuerst brauche es aber „mehr Stabilität bei den Infektionszahlen“, sagte er.

Bei einer Inzidenz von unter 50 dürfen sich derzeit bei privaten Zusammenkünfte bis zu zehn Personen aus höchstens drei Haushalten treffen.

Der Regierungschef deutet in dem Interview auch an, für die Lockerung nicht zwingend auf die nächste Verordnung warten zu wollen. „Die Erfahrung zeigt, dass die nächste Verordnung mitunter schneller kommt, als man ursprünglich gedacht hat“, sagte Weil auf die Frage, ob es bis zum Auslaufen der aktuellen Verordnung am 24. Juni bei der derzeitigen Regelung bleibe.

Max Seidenfaden

Niederländer erfreuen sich weiterer Corona-Lockerungen

12:03
05.06.2021
Kinos, Museen, Theater und Restaurants - die Niederlande sind am Samstag mit der Wiedereröffnung von Kulturstätten und der Innengastronomie weitere Schritte in Richtung Normalität gegangen. Der Ausblick auf ein Leben ohne Corona sei begeistert aufgenommen worden, hieß es in Medienberichten. Restaurants seien oft ausgebucht, Tickets rasch ausverkauft gewesen - wohl auch, weil die jeweiligen Gäste- und Besucherzahlen noch begrenzt sind.

Mancherorts wurde die Wiederöffnung feierlich begangen, darunter im berühmten Van Gogh Museum in der Hauptstadt der Niederlande: „Kultur ist das wichtigste Fundament, die Stadt kämpft sich zurück mit Kreativität, Inspiration und Zusammenhalt“, sagte Amsterdams Stadtpoet Gershwin Bonevacia bei der Zeremonie.

Im traditionsreichen Amsterdamer Kino Tuschinski stand die feierliche Wiederaufführung des Films „De Slag om de Schelde“ auf dem Programm. Das Drama um die schwerste Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf niederländischem Boden hatte im Dezember 2020 Premiere, jedoch mussten bereits einen Tag danach alle Kinos wegen Corona schließen.

Auch über Lockerungen im Amateursport können sich die Niederländer seit Samstag freuen. Zudem wurde die Öffnungszeit der Außengastronomie um zwei Stunden bis 22.00 Uhr verlängert. Zuvor schon war die nächtliche Ausgangssperre abgeschafft worden, Geschäfte dürfen bereits wieder Kunden bedienen, auch Fitnessstudios und Zoos sind geöffnet und Prostituierte dürfen wieder Kunden empfangen.

Max Seidenfaden

Pandemie-Berlinale kostet Bund rund zehn Millionen Euro extra

10:49
05.06.2021
Die coronabedingt geteilten Filmfestspiele in Berlin muss der Bund in diesem Jahr mit rund zehn Millionen Euro zusätzlich finanzieren. „Wir haben schon im Winter, als der zweite Lockdown auf einem Höhepunkt war und wir nicht wissen konnten, was wann wieder möglich sein würde, eine zweistellige Millionensumme reserviert“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Die Berlinale sei das erste solche Festival weltweit, das wieder an den Start gehe. „Das ist uns auch finanziell große Anstrengungen wert. Wir möchten damit ein starkes kultur- und filmpolitisches Signal setzen und den Neustart der Kulturbranche sichtbar machen“, sagte die CDU-Politikerin. Die genaue Summe lässt sich noch nicht beziffern.

Wegen der Pandemie wurden die Filmfestspiele in Berlin geteilt - im März konnten Fachleute online Filme schauen, nun ist von Mittwoch (9. Juni) an ein öffentliches Festival unter freiem Himmel geplant. Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals.

Die Festspiele finanzieren sich in der Regel zu einem Drittel vom Bund mit derzeit 10,3 Millionen Euro. Ebenfalls ein Drittel bringt sonst der Ticketverkauf - im vergangenen Jahr waren es etwa 330 000 Eintrittskarten. Die restlichen Einnahmen sichern Sponsoren. Die Berlinale kann 2021 nur rund 60 000 Tickets verkaufen. Auch beim Sponsoren-Anteil sind erhebliche Rückgänge einkalkuliert.

Max Seidenfaden