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Corona-Lage entspannt sich weiter - Inzidenz landesweit unter 20

10:32
05.06.2021
Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiter ab. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Samstag erneut leicht zurückgegangen und liegt nun bei 19,0, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Freitag waren für ganz Niedersachsen noch 22,1 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert worden. Insgesamt wurden 149 neue Infektionen registriert, die Zahl der Todesfälle stieg um 7 auf 5659.

Auch in der kreisfreien Stadt Emden, die zuletzt eine vergleichsweise hohe Inzidenz gemeldet hatte, entspannte sich die Infektionslage. Dort betrug die Inzidenz am Samstag 64,1. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen lagen unter der Schwelle von 50. Mit 1,0 war die Inzidenz landesweit im Landkreis Friesland am niedrigsten. In zehn weiteren Kreisen und kreisfreien Städte lag die Inzidenz unter der Schwelle von 10.

Im Bundesland Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls leicht auf 28,8 nach 31,1 am Freitag. 24 Neuinfektionen wurden im kleinsten Bundesland gemeldet.

Max Seidenfaden

Britische Pubs beklagen 20 Prozent Umsatzminus trotz Öffnungen

09:01
05.06.2021
Trotz der Öffnung der Innengastronomie in Großbritannien klagen die Pubs über deutliche Umsatzeinbußen. In der Woche vom 17. Mai, der ersten nach Lockerung entsprechender Corona-Vorschriften, hätten die Erlöse 20 Prozent unter der Vergleichswoche im Jahr 2019 gelegen, teilte der Branchenverband British Beer and Pub Association (BBPA) am Samstag mit. Dafür machte der Verband die bestehenden Restriktionen verantwortlich. So dürfen auch in Pubs die Gäste nur am Tisch bedient werden, es gilt eine Abstandspflicht von mindestens einem Meter und Stehen ist verboten.

Wenn sich der Trend fortsetze, werde jeder Pub im Jahr durchschnittlich rund 94 000 Pfund (110 000 Euro) verlieren, rechnete der BBPA vor. Um diesen Verlust auszugleichen, müsse jede Kneipe zusätzlich 24 672 Pints Bier (je 0,568 Liter) verkaufen.

Max Seidenfaden

Betriebsärzte-Verband: Gedämpfte Erwartungen an Einstieg beim Impfen

07:28
05.06.2021
Vor dem Einstieg der Betriebsärzte in die Corona-Impfungen warnt der zuständige Verband vor zu hohen Erwartungen. Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, verwies zur Begründung auf die geringen Impfstoffmengen. „Für die kommende Woche konnte jeder Betriebsarzt 800 Dosen bestellen und er bekommt am Ende 102. Für die darauffolgende Woche kann jeder Betriebsarzt nur noch 300 Dosen bestellen. Das ist ja ein klares Signal“, sagte Panter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Mehr als 6000 Betriebsärzte haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums Impfstoff geordert. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702 000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer.

Panter riet den Betriebsärzten, zuerst jene Mitarbeiter zu impfen, die ein höheres Infektionsrisiko haben, etwa weil sie in Werkshallen eng zusammenarbeiten oder viel Kundenkontakt haben. Büromitarbeiter oder Beschäftigte im Homeoffice könnten nachrangig geimpft werden. Der Verbandschef empfahl den Unternehmen zudem, mögliche Nebenwirkungen einzukalkulieren: „Vor allem in Arbeitsbereichen, die Auswirkungen auf das ganze Unternehmen haben, also zum Beispiel der Leitstand in einem Kraftwerk, sollte man besser nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig impfen.“ Aus Sicht von Panter würden viele Betriebsärzte sicherlich den Impfstoff von Johnson & Johnson bevorzugen, weil er nur einmal injiziert werden müsse.

Max Seidenfaden