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20210603131914

Delta-Variante: Weiter strenge Regeln für Einreise aus Großbritannien

12:30
03.06.2021
An der Einstufung Großbritanniens als Virusvariantengebiet wird sich aller Voraussicht nach zunächst nichts ändern. Die Zahl der Corona-Neuinfektion im Vereinigten Königreich sei zwar vergleichsweise niedrig, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in Oxford. Aber die sogenannte Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt worden ist, habe mit einem sehr hohen Anteil von fast 80 Prozent am Infektionsgeschehen „die dominierende Rolle übernommen“. Es sei aber wichtig, dass in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung geimpft sei, bevor sich mögliche Varianten im Land verbreiteten, betonte Spahn.

Aus Virusvariantengebieten dürfen nur noch deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Bundesrepublik einreisen. Alle müssen verpflichtend für 14 Tage in Quarantäne, niemand kann sich mit einem negativen Corona-Test davon befreien. Im Gegenzug müssen Einreisende aus Deutschland in Großbritannien zehn Tage in Selbstisolation und währenddessen auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen.

Er wisse, dass die Lage schwierig sei, sagte Spahn. „Es ist hart für Familien, es ist hart für Geschäftsreisende. Es ist hart für viele Freunde und Partner im Vereinigten Königreich und in Deutschland, die sich gegenseitig besuchen und sehen wollen“, sagte der Minister. Aber solange die Variante in Großbritannien so stark verbreitet sei, „brauchen wir noch leider entsprechende Quarantäne- und Testvorschriften“.

Malte Bürger

Thüringen kein bundesweiter Corona-Hotspot mehr

11:20
03.06.2021
Thüringen ist im Bundesländervergleich kein Corona-Hotspot mehr. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag am Donnerstag bei 38,6 und näherte sich damit weiter dem deutschen Durchschnitt von 34,1 an. Das geht aus Angaben der Thüringer Staatskanzlei hervor, die sich auf Daten des Robert Koch-Instituts stützten. Nachdem Thüringen lange Zeit das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland war, verzeichneten jetzt vier Bundesländer eine höhere Sieben-Tage-Inzidenz.

Auch regional setzte sich die Entspannung der Lage fort. 18 von 23 Kreisen und kreisfreien Städten lagen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 50. Nach der neuen Corona-Verordnung des Landes sind damit weitgehende Lockerungen der Beschränkungen in Handel und Gastronomie sowie bei Freizeitaktivitäten möglich.

Max Seidenfaden

Wischhusen: Maskenpflicht im Freien abschaffen

10:38
03.06.2021
Die Bremer FDP-Fraktion fordert für die Hansestadt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Freien. Angesichts der aktuellen Lage bei den Corona-Neuinfektionen und der Erkenntnis der Wissenschaft sei sie nicht mehr verhältnismäßig, sagte Fraktionschefin Lencke Wischhusen am Donnerstag. Zudem sei der Nutzen der Maskenpflicht an der frischen Luft von Beginn an umstritten gewesen, worauf die FDP immer wieder hingewiesen habe. „Damit der Kampf gegen Corona weiterhin von der Bevölkerung mitgetragen wird, muss die Politik auf rein symbolische Maßnahmen verzichten“, sagte die Politikerin. Den Senat forderte sie auf, die Maskenpflicht in Bremen bereits zum kommenden Wochenende abzuschaffen. In der Hansestadt lag der 7-Tage-Inzidenzwert am Mittwoch bei 28,7.

Max Seidenfaden