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Spahn ruft G7-Staaten zu solidarischer Verteilung von Impfstoff auf

10:14
03.06.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf G7-Mitglieder wie Großbritannien und die USA eine solidarische Verteilung von Impfstoffen angemahnt. „Die Europäische Union hilft gerade, die Welt zu impfen. 50 Prozent der in der Europäischen Union hergestellten Impfstoffe werden und wurden exportiert, weil wir sehr genau wissen: Wir sind erst sicher, wenn alle auf der Welt sicher sind“, sagte Spahn am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Oxford. Deswegen werde er beim Treffen mit seinen G7-Kollegen „einmal mehr dafür werben, dass nicht nur die Europäische Union in die Welt exportiert“. Großbritannien, das die G7-Ratspräsidentschaft inne hat, und die USA haben bisher fast keine Impfstoffe exportiert.

Die britische Regierung hat Oxford symbolisch als Ort des Gesundheitsministertreffens gewählt, da Forscher aus der Universitätsstadt gemeinsam mit dem Pharmakonzern Astrazeneca einen Corona-Impfstoff entwickelt haben. Die Briten dürften selbstverständlich stolz sein „auf das, was hier in Oxford entwickelt worden ist“, sagte Spahn. Entscheidend sei jedoch, dass die Impfstoffe, die in internationaler Kooperation entwickelt worden seien, auch zügig der Welt zur Verfügung gestellt würden.

Das Treffen der Gesundheitsminister dauert noch bis zu diesem Freitag. Zur G7 gehören außer Deutschland, Großbritannien und den USA noch Japan, Kanada, Frankreich und Italien.

Max Seidenfaden

Gesundheitsministerin Behrens: Corona-Lage ist weiterhin ernst

09:50
03.06.2021
 Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat davor gewarnt, die Corona-Pandemie in Niedersachsen angesichts niedriger Inzidenzwerte bereits für überwunden zu betrachten. Zwar sei die Zahl der Neuinfektionen nach monatelangen Beschränkungen und dank milder Witterung stark zurückgegangen, sagte Behrens am Donnerstag im Gesundheitsausschuss im Landtag in Hannover. Angesichts vielfältiger Lockerungen und der bevorstehenden Reisezeit sei aber wieder mit einem leichten Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen. Dazu komme, dass mit einer weiteren Verbreitung der Corona-Varianten gerechnet werden müsse. Insbesondere die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante werde nach und nach in Niedersachsen ankommen.

Max Seidenfaden

Trendbarometer: Deutsche planen trotz Corona Urlaub

09:02
03.06.2021
Die Mehrheit der Deutschen plant einer Umfrage zufolge trotz Corona-Pandemie eine Reise im Sommer. Zwei von drei Befragten (64 Prozent) gaben bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv am letzten Mai- und ersten Junitag an, im Sommer verreisen zu wollen.

Knapp ein Drittel (31 Prozent) will dafür die ganze Zeit innerhalb Deutschlands bleiben, 15 Prozent wollen ins Ausland reisen und 18 Prozent wollen sowohl in Deutschland als auch im Ausland Urlaub machen. 33 Prozent wollen dagegen daheim bleiben.

Wer nicht verreist, tut das teils wegen der Pandemie: 53 Prozent der entsprechenden Befragten gaben an, wegen der unsicheren Corona-Lage nicht zu verreisen. Etwa jeder Vierte (24 Prozent) verzichtet dem RTL/ntv-Trendbarometer zufolge aus finanziellen Gründen. Festgezurrt haben aber auch die Reiselustigen ihre Pläne noch nicht unbedingt: 55 Prozent von ihnen haben noch nichts gebucht.

Max Seidenfaden