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20210601201636

Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland einmal geimpft

20:06
01.06.2021
In Deutschland ist rund jeder zweite Erwachsene mindestens einmal gegen Corona geimpft. „Insgesamt haben wir etwa 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bisher mit einem ersten Impfangebot, also mit einer Erstimpfung erreichen können“, sagte Spahn am Dienstag in Berlin.
Die meisten Menschen in Deutschland, die sich impfen lassen wollen, kämen früh im Sommer an die Reihe, sagte Spahn. „Wir werden jetzt im Juni, im Juli und im August weitere 50 Millionen Dosen allein vom Hersteller Biontech bekommen und verimpfen können. Das macht es möglich, einen Großteil der Impfwilligen relativ früh in diesem Sommer impfen zu können.“
Bei stärker von einem schweren Corona-Verlauf bedrohten Menschen sei die Impfkampagne dank der noch bis kommenden Montag gültigen Priorisierung, also der Impfung nach Vorranggruppen, besonders weit. „Rund 80 Prozent aller Über-60-Jährigen sind bereits einmal geimpft“, sagte Spahn.
Insgesamt haben 43 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Erstimpfung und 17,6 Prozent den vollen Impfschutz. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, die Impfungen alleine reichten noch nicht, um Corona-Einschränkungen aufheben zu können. „Um auf Maßnahmen verzichten zu können, müssen mehr als 80 Prozent vollständig geimpft sein.“
Nach der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab 12 Jahren könnten sich auch Angehörige dieser Altersgruppe grundsätzlich impfen lassen, sagte Spahn. Ziel sei, bis Ende August auch den 12- bis 18-Jährigen das Angebot mindestens für die erste Impfung gemacht zu haben. Es bleibe eine individuelle Entscheidung der Kinder und Jugendlichen, ihrer Eltern und Ärztinnen und Ärzte. Bund und Länder hatten festgelegt, dass sich Kinder ab 12 Jahren in Deutschland vom 7. Juni an impfen lassen dürfen.
Aktuell beteiligen sich nach Angaben Spahns rund 70 000 Arztpraxen an den Corona-Impfungen. Vom 7. Juni an können sich auch Beschäftigte von den Betriebsärzten in Tausenden Betrieben gegen Corona impfen lassen.

Michael Rabba

Biontech/Pfizer kann Impfstoff-Produktion in Belgien hochfahren

19:50
01.06.2021
Biontech/Pfizer kann in seinem Werk im belgischen Puurs die Produktion von Corona-Impfstoff weiter hochfahren. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfahl am Dienstag, dort weitere Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten zu genehmigen. Dies werde „erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung“ mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer in der EU haben, erklärte die EMA.

Biontech/Pfizer bestätigte auf Anfrage, man sei dabei, die Impfstoffkapazität auszuweiten. Die EMA-Empfehlung werde die Bemühungen unterstützen, im laufenden Jahr mehr als 2,5 Milliarden Dosen Impfstoff auszuliefern und im nächsten Jahr möglicherweise noch mehr.

Die EMA stellte bei ihrer Prüfung fest, dass die Fabrik in Puurs durchgängig Impfstoffe hoher Qualität produzieren könne. Dies ermögliche es Biontech/Pfizer, die Mengen der dort hergestellten Impfstoffe zu steigern. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte dies auf Twitter: „Das ist ein sehr willkommener Schritt hin zur Erhöhung unserer Produktionskapazität in der Europäischen Union und zur schnelleren Lieferung von Impfstoffen in alle Welt.“Biontech/Pfizer kann in seinem Werk im belgischen Puurs die Produktion von Corona-Impfstoff weiter hochfahren. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfahl am Dienstag, dort weitere Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten zu genehmigen. Dies werde „erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung“ mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer in der EU haben, erklärte die EMA.

Biontech/Pfizer bestätigte auf Anfrage, man sei dabei, die Impfstoffkapazität auszuweiten. Die EMA-Empfehlung werde die Bemühungen unterstützen, im laufenden Jahr mehr als 2,5 Milliarden Dosen Impfstoff auszuliefern und im nächsten Jahr möglicherweise noch mehr.

Die EMA stellte bei ihrer Prüfung fest, dass die Fabrik in Puurs durchgängig Impfstoffe hoher Qualität produzieren könne. Dies ermögliche es Biontech/Pfizer, die Mengen der dort hergestellten Impfstoffe zu steigern. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte dies auf Twitter: „Das ist ein sehr willkommener Schritt hin zur Erhöhung unserer Produktionskapazität in der Europäischen Union und zur schnelleren Lieferung von Impfstoffen in alle Welt.“

Michael Rabba