Letztes Update:
20210528171727

Dreyer kritisiert Kommunikation von Jens Spahn

16:39
28.05.2021
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Kommunikation von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Debatte um Impfstoff für Jugendliche kritisiert. „Alle sind eigentlich davon ausgegangen, dass "zusätzlich" bedeutet, dass der Bund, der für die Zulieferung von Impfstoffen zuständig ist, zusätzliche Impfdosen zur Verfügung stellt, und dass das auch möglich ist“, sagte Dreyer nach dem Impfgipfel dem Sender phoenix. „Das ist schon ein großes Missverständnis oder eine unglückliche Kommunikation gewesen.“

Ohne zusätzliche Impfstoffdosen werde es schwierig, Jugendliche mit Aufhebung der Priorisierung ab dem 7. Juni zu impfen. „Wir haben noch viele in der Warteschleife und solange wir auch die Priorität 3 im Terminpool haben, ist es eben schwierig zu suggerieren, dass zusätzlich drei bis fünf Millionen Jugendliche dazukommen, ohne dass es zusätzliche Impfdosen gibt.“ Dreyer zeigte sich dennoch zuversichtlich, „das insgesamt gemeinsam mit den Ärzten auch hinzubekommen“.

Malte Bürger

Bremer Inzidenzwert steigt minimal an

15:45
28.05.2021
In der Stadt Bremen ist der Inzidenzwert minimal auf 29,8 gestiegen (Vortag: 29,6) - was jedoch vorrangig mit einer veränderten Zählweise zusammenhängt. Wie das Gesundheitsressort mitteilte, werden in Anlehnung an die Zählweise des Robert Koch-Instituts die Neuinfektionen der letzten 14 Tage nun als aktive Infektionen gewertet, da dies der angenommenen Erkrankungsdauer entspricht. "Daraus ergibt sich eine neue Berechnung, die besser mit der Anzahl der Genesenen und Verstorbenen korreliert", heißt es weiter.

Aus diesem Grund ist die offizielle Zahl der Genesenen in der Stadt Bremen um 398 gesunken. In Bremerhaven gab es allerdings 14 neue genesene Personen, zudem sank die Inzidenz bei sechs Neuinfektionen auf 34,3 (Vortag: 42,2).

Malte Bürger

Griechenland will EU-Impfzertifikat früher einführen

15:25
28.05.2021
Griechenland will das EU-Impfzertifikat schneller einführen als andere Länder. „Wir sind bereit, das digitale Impfzertifikat vor dem 1. Juli zu aktivieren“, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitostakis am Freitag in Athen. „Wir ermutigen die anderen EU-Länder, dasselbe zu tun.“ Mitsotakis hatte sich schon Anfang des Jahres als einer der ersten europäischen Regierungschefs für eine EU-weite Lösung eingesetzt. Griechenland gehört zu den Ländern, in denen der Tourismus für die Wirtschaft einen besonders hohen Stellenwert hat.

Als offiziellen Starttermin für das Zertifikat wurde in Brüssel zuletzt der 1. Juli genannt - wobei den Mitgliedsstaaten eine Übergangsfrist von bis zu sechs Wochen eingeräumt werden soll. In Deutschland ist die Einführung des freiwilligen Nachweises namens „CovPass“ im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni. Daneben soll es weiterhin den klassischen gelben Impfpass geben. EU-Ratspräsident Charles Michel twitterte nach einem Treffen mit Mitsotakis: „Die Idee für das europäische digitale Zertifikat wird heute Wirklichkeit!“

Griechenlands Digitalisierungsminister Kyriakos Pierrakakis präsentierte die Funktionsweise des Zertifikats. Die Griechen hatten Corona-Impfungen von Beginn an mit einem QR-Code versehen, über den sich Anzahl der Impfungen, aber auch Erkrankungen und Tests ablesen lassen. Er kann auf dem Smartphone gespeichert werden. Künftig sollen die nationalen Daten anonymisiert über eine Verifizierungsplattform der EU laufen, damit sichergestellt wird, dass die Informationen tatsächlich zu der auf dem Zertifikat angegeben Person gehören.

Malte Bürger