Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Kommunikation von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Debatte um Impfstoff für Jugendliche kritisiert. „Alle sind eigentlich davon ausgegangen, dass "zusätzlich" bedeutet, dass der Bund, der für die Zulieferung von Impfstoffen zuständig ist, zusätzliche Impfdosen zur Verfügung stellt, und dass das auch möglich ist“, sagte Dreyer nach dem Impfgipfel dem Sender phoenix. „Das ist schon ein großes Missverständnis oder eine unglückliche Kommunikation gewesen.“
Ohne zusätzliche Impfstoffdosen werde es schwierig, Jugendliche mit Aufhebung der Priorisierung ab dem 7. Juni zu impfen. „Wir haben noch viele in der Warteschleife und solange wir auch die Priorität 3 im Terminpool haben, ist es eben schwierig zu suggerieren, dass zusätzlich drei bis fünf Millionen Jugendliche dazukommen, ohne dass es zusätzliche Impfdosen gibt.“ Dreyer zeigte sich dennoch zuversichtlich, „das insgesamt gemeinsam mit den Ärzten auch hinzubekommen“.