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20210528090331

Haseloff: Es sind unerfüllbare Erwartungen geweckt worden

07:19
28.05.2021
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff (CDU) hat die bisherige Kommunikation der Bundesregierung bei den Corona-Impfungen für Kinder kritisiert. „Es ist eine Erwartung geweckt worden, was nicht erfüllt werden kann“, sagte Haseloff im ARD-„Morgenmagazin“ am Freitag. Er bezog sich dabei auf zusätzlichen Impfstoff für Kinder und Jugendliche. Jetzt müsse man ganz sachlich damit umgehen.

Er wünsche sich zu diesem Thema keine Pressekonferenzen aus dem Bund mehr. Dies hänge „damit zusammen, dass wir klare Botschaften brauchen“, sagte der Ministerpräsidenten.

Am Donnerstagabend hatten Bund und Länder bei einem Impfgipfel vereinbart, dass sich Kinder ab 12 Jahren vom 7. Juni an generell gegen Corona impfen lassen können sollen. Voraussetzung dafür ist, dass die EU-Arzneimittelbehörde EMA den bisher ab 16 Jahren freigegebenen Impfstoff von Biontech/Pfizer auch für diese Altersgruppe zulässt, dies wird für diesen Freitag erwartet. Den Ländern steht jedoch für die Impfung von Kindern kein zusätzlicher Impfstoff zur Verfügung. Daneben hatten sowohl Biontech/Pfizer, als auch Johnson & Johnson zuletzt Lieferverzögerungen angekündigt.

Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund fürchtet um Freibadsaison

07:06
28.05.2021
Die Freibadsaison dürfte nach Einschätzung des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes angesichts der neuen Corona-Verordnung ins Wasser fallen. Die vorgesehene Testpflicht und der entsprechende Personalmehrbedarf für die Kontrollen führten dazu, „dass der Freibadbetrieb wirtschaftlich in keinster Weise mehr zu vertreten ist“, sagte Marco Trips, Präsident des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, zum Entwurf der neuen Verordnung. Die Landesregierung verkenne, dass es in der Fläche immer noch keine ausreichenden Testangebote gebe, spontane Freibadbesuche seien so ausgeschlossen.

Im vergangenen Jahr hätten die Freibäder mit Hygienekonzepten unter Beweis gestellt, „dass eine Freibadsaison auch in einer pandemischen Lage möglich ist“, betonte Trips. „Freibäder waren im Sommer 2020 keine Treiber des Infektionsgeschehens.“ Die vorgesehen Regelungen seien „praktisch nicht durchführbar“ und „absolut benutzerunfreundlich“.