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Verschärfte Einreise-Regeln: EM-Viertelfinale in München in Gefahr?

19:56
26.05.2021
Die neuen Corona-Bestimmungen für Einreisen aus Großbritannien könnten auch dem EM-Spielort München Sorgen bringen. Sollten die verschärften Maßnahmen bis Anfang Juli gültig bleiben und die UEFA als Turnier-Ausrichter keine Ausnahme erwirken, wäre das Viertelfinale in der Allianz Arena am 2. Juli in Gefahr. Einer der Teilnehmer des K.o.-Spiels hätte zuvor sein Achtelfinale in London ausgetragen und dürfte dann womöglich nicht einreisen. Die Europäische Fußball-Union teilte am Mittwoch mit, sie prüfe die Lage. „Die Situation ändert sich ständig“, sagte ein UEFA-Sprecher.

Seit Sonntag dürfen Fluggesellschaften sowie Bus- und Bahnunternehmen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen aus Großbritannien nach Deutschland befördern. Die Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein, weil sich dort die zuerst in Indien entdeckte Corona-Variante ausbreitet. Die strikteren Bestimmungen greifen für jeden, der sich in den zehn Tagen vor seiner Einreise in Großbritannien aufgehalten hat.

„Diese Regeln gelten auch für den Profifußball“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Deutsche Fußball-Bund verwies auf die UEFA als Veranstalter der Europameisterschaft für die Frage möglicher Sonderregelungen. Die lokalen Organisatoren in München verwiesen wiederum auf den DFB. Die Verbände dürften nun vor allem auf den Faktor Zeit und eine Entspannung der Infektionslage bis Ende Juni hoffen.

Max Seidenfaden

Merck: Neues Produkt für Herstellung von Corona-Impfstoffen

19:43
26.05.2021
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck greift Herstellern von Corona-Impfstoffen mit einem neuen Produkt unter die Arme. Das Unternehmen habe neun Monate früher als geplant ein neues, synthetisches Cholesterinprodukt zur Deckung des hohen Bedarfs an Lipiden auf den Markt gebracht, teilte der Darmstädter Dax-Konzern am Mittwoch mit.

Lipide kommen etwa bei der Produktion des Corona-Impfstoffs zum Einsatz, den der Mainzer Hersteller Biontech mit seinem US-Partner Pfizer vertreibt. Dabei wird der Botenstoff des mRNA-Vakzins in eine Art Hülle verpackt, die aus Lipiden besteht. Diese fettartigen Moleküle sind wichtig, damit die Wirkstoffe des Vakzins im Körper freigesetzt werden können.

Merck beliefert nach eigenen Angaben weltweit mehr als 50 Corona-Impfstoffentwickler mit Lipiden, Einwegbeuteln, Membranen und Filtern für die Vakzin-Produktion. Anfang Februar hatte der Dax-Konzern eine Erweiterung seiner strategischen Partnerschaft mit Biontech bekanntgegeben: Die Lieferung von Lipiden werde erheblich beschleunigt, die Liefermenge bis zum Jahresende 2021 gesteigert. Zu den wenigen anderen Firmen, die außer Merck Lipide an Biontech liefern, zählt der Spezialchemiekonzern Evonik.

Max Seidenfaden

Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich im Juni wieder für Touristen

18:29
26.05.2021
 Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern öffnet am
4. Juni für den bundesweiten Übernachtungstourismus. Eine Woche später, am 11. Juni, sind dann auch wieder Tagesausflüge in den Nordosten möglich, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwochabend nach einem Gipfel zum Tourismus mit Vertretern von Landesregierung und Ferienwirtschaft in Schwerin sagte. Besitzer von Ferienwohnungen und Booten sowie Dauercamper von außerhalb des Bundeslandes sind bereits von diesem Freitag (28. Mai) an zugelassen.

Wer in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen will, muss bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der dann alle drei Tage aktualisiert werden muss. Dafür soll es ausreichend Testzentren geben. Um Engpässe zu vermeiden, sollten diese Kapazitäten noch ausgebaut werden, gerade auch an Wochenenden, forderte der Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Lars Schwarz.

Schwesig sagte, die Öffnungsschritte seien möglich, weil die Corona-Infektionszahlen zuletzt stark gesunken seien. Seit nunmehr einer Woche liege die Sieben-Tage-Inzidenz im Nordosten stabil unter 50. Der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, sagte: „Mecklenburg-Vorpommern meldet sich zurück. Das Urlaubsland Nummer eins der Deutschen ist wieder da.“

Max Seidenfaden