Letztes Update:
20210526172547

Inzidenz sinkt in Bremen unter 35er-Marke

16:29
26.05.2021
Erstmals seit rund acht Monaten ist die 7-Tage-Inzidenz in der Bremer Stadtgemeinde unter die 35er-Marke gesunken. Laut Gesundheitsressort lag sie am Mittwoch bei 31,3, am Vortag betrug der Wert noch 37,8. Unter der 35er-Marke lag die Inzidenz in Bremen zuletzt am 29. September vergangenen Jahres. Auch in Bremerhaven ist der Wert am Mittwoch gesunken. Laut Gesundheitsressort lag er bei 58,1 - am Dienstag lag der Wert noch bei 69,5. 

Insgesamt 36 neue Fälle wurden am Mittwoch im Land Bremen registriert, 33 davon in der Bremer Stadtgemeinde. Dort wurde auch ein weiterer Todesfall verzeichnet. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie im Land Bremen 473 Personen an den Folgen einer Erkrankung verstorben.

Auch die Zahl der aktiven Infektionen ist weiter rückläufig. So hat sich die Zahl der Infektionen in Bremen binnen eines Tages mehr als halbiert und liegt nun bei 54 (Vortag 114). In Bremen gibt es aktuell 216 infizierte Personen.

Max Seidenfaden

Bund und Länder beraten über Impfungen für Kinder

16:01
26.05.2021
Bei einem erneuten „Impfgipfel“ wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten am Donnerstag (14.00 Uhr) unter anderem über Corona-Impfungen für Kinder beraten. Angestrebt wird, bis Ende August allen Über-12-Jährigen Impfangebote zu machen. Zuvor muss jedoch die EU-Arzneimittelbehörde EMA voraussichtlich an diesem Freitag über eine entsprechende Zulassung für den bisher ab 16 Jahren zugelassenen Impfstoff von Biontech und Pfizer entscheiden.

Zu klären ist dann etwa auch die konkrete Organisation von Impfungen für Jugendliche beispielsweise über Schulen oder Arztpraxen sowie zusätzlicher Impfstoff dafür. Weiteres Thema der Beratungen sollen mögliche Auffrischungsimpfungen sein. Merkel hatte deutlich gemacht, dass sie hiermit nicht vor dem Herbst rechnet.

Max Seidenfaden

Experte: Indische Corona-Variante infektiöser als britische Mutante

15:43
26.05.2021
 Die zuerst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus könnte bis zu 80 Prozent leichter übertragbar sein als die bislang vorherrschende britische Variante. Das sagte der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London in einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch. Es gebe dazu aber noch keine belastbaren Daten, so der Wissenschaftler weiter. Gewiss sei bislang nur, dass die auch als B.1.617.2 bezeichnete Variante einen Vorteil habe. Der könne zwischen 20 und 80 Prozent liegen. Noch sei daher nicht sicher, ob sich die Mutante als dominant durchsetzen werde - es sei aber wahrscheinlich.

Trotzdem sieht der Wissenschaftler die Situation durch den Impffortschritt und die niedrigeren Fallzahlen in Großbritannien positiver als nach dem Auftreten der britischen Variante Ende vergangenen Jahres. Damals führte die sogenannte britische Virus-Mutante B.1.1.7 zu einer heftigen zweiten Infektionswelle in Großbritannien und kurze Zeit später auch in Kontinentaleuropa.

In Großbritannien wurden bislang rund 3400 Infektionen mit der Variante registriert. Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen aber landesweit auf einem sehr niedrigen Stand. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde zuletzt mit 23,7 angegeben. Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind inzwischen mindestens einmal geimpft. Eine zweite Impfung haben bereits 44 Prozent der Erwachsenen in dem Land erhalten.

Max Seidenfaden