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China will Nepal eine Million Impfdosen schenken

14:29
26.05.2021
 China will seinem armen Nachbarland Nepal eine Million Dosen Corona-Impfstoff schenken. Dies kündete Chinas Botschafterin Hou Yanqi am Mittwoch auf Twitter an. Zuvor hatte China Nepal bereits 800 000 Dosen Sinopharm geschenkt. Die Himalaya-Nation leidet derzeit an einer heftigen Corona-Welle, die Krankenhäuser ans Limit bringt, und auch der medizinische Sauerstoff ist knapp. Mit verantwortlich dafür dürfte die indische Virusvariante sein. Nepal hat eine relativ offene Grenze zu Indien.

Bislang konnte Nepal nach eigenen Angaben 2,2 Millionen seiner 30 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner teilweise oder ganz impfen - meist mit Impfstoff, dem ihm die großen Nachbarländer China und Indien geschenkt haben. Nepal hatte auch zwei Millionen Dosen Astrazeneca-Impfstoff vom weltgrößten Impfstoffhersteller Serum Institute in Indien gekauft, allerdings die Hälfte der Dosen noch nicht erhalten. Angesichts der zweiten Welle in Indien hatte das Land seinen Impfstoffexport gestoppt.

Max Seidenfaden

Belgien setzt Impfung mit Johnson & Johnson für Unter-41-Jährige aus

14:05
26.05.2021
 Der Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson wird in Belgien zunächst nur noch Menschen ab 41 Jahren gespritzt. Das entschied die Regierung am Mittwoch, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Hintergrund sei der Tod einer Unter-40-Jährigen, der womöglich mit einer Impfung mit dem Präparat von Johnson & Johnson in Verbindung stehe. Die Europäische Arzneimittelagentur sei um eine Untersuchung gebeten worden.

Die Patientin sei am vergangenen Freitag gestorben. Sie sei mit einer schweren Thrombose und einem Mangel an Blutplättchen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es demnach in einer Behördenmitteilung. Sie sei im Ausland über ihren Arbeitgeber geimpft worden.

Die Auswirkungen auf die belgische Impfkampagne sind dem Bericht zufolge gering. Der Großteil der Impfungen mit Johnson & Johnson sei bislang an Menschen gegangen, die älter als 45 Jahre sind. Bislang sind in Belgien gut 15 Prozent der Bürger vollständig geimpft, knapp 40 Prozent mindestens einmal.

Max Seidenfaden

Laschet warnt vor Engpässen bei Impfstoff-Lieferungen

13:37
26.05.2021
CDU-Chef Armin Laschet hat den Bund aufgefordert, ausreichend Impfstoff für den Sommer zu beschaffen. Die Impfkampagne laufe nur so lange weiter, wie für Nachschub gesorgt werde, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Mittwoch nach dem Besuch eines Impfzentrums in Düsseldorf. Der Bund müsse „alles dafür tun, damit es im Sommer keine Dellen oder Ausfälle gibt.“

Zum Beginn der Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sagte Laschet: „Wenn Impfstoff knapp wird und man eine Gruppe priorisiert, fehlt er woanders.“ Zunächst aber müsse die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech/Pfizer durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA und die Empfehlung der Ständigen Impfkommission abgewartet werden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern streben an, Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot zu machen - über die Umsetzung wollen am Donnerstag auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten. Die Ständige Impfkommission (Stiko) behält sich aber eigene Klärungen für eine mögliche Empfehlung vor. Laschet sagte, NRW werde sich an die Empfehlungen der Stiko halten.

Max Seidenfaden