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Corona-Zahlen in Tschechien sinken - Beratergremium entlassen

10:06
20.05.2021
Die Corona-Lage in Tschechien entspannt sich trotz zahlreicher Lockerungsschritte weiter. Erstmals seit Anfang September sank die Zahl der Neuinfektionen an einem Tag unter der Woche unter die Marke 1000. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium in Prag 777 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Inzidenz lag bei 58 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen (Deutschland: 68).

Inzwischen sind in Tschechien alle Geschäfte wieder geöffnet. Die nächste Lockerungsrunde folgt am Montag. Dann öffnen Hotels und Pensionen - allerdings zunächst nur für inländische Touristen, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind. Zudem sollen dann alle Schulen und Hochschulen zum Präsenzunterricht übergehen.

Kontrovers diskutiert wird derweil die Entscheidung des Gesundheitsministeriums, künftig auf den Rat einer externen Expertengruppe zur Pandemiebekämpfung zu verzichten. Grund seien die veränderte Epidemiesituation und die fortschreitende Impfkampagne, hieß es zur Begründung.

Kurz zuvor hatte der Leiter der Gruppe, der Mediziner Petr Smejkal, in einem Interview gesagt, die Regierung habe die Herausforderung der Pandemiebekämpfung rückblickend „wirklich nicht gemeistert“. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern knapp 30 000 Corona-Todesfälle.

Malte Bürger

Koalition will stabile Krankenkassenbeiträge trotz Corona-Krise

09:41
20.05.2021
Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sollen trotz der Milliardenkosten der Corona-Pandemie vor steigenden Beiträgen bewahrt werden. Geplant sei, bei Bedarf den Steuerzuschuss so zu erhöhen, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag das heutige Niveau von 1,3 Prozent nicht übersteigt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Koalitionskreisen in Berlin. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, sieht eine Formulierungshilfe der Regierung für die Koalitionsabgeordneten im Bundestag vor, dass dafür ein „abweichender Bundeszuschuss“ greifen soll.

Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags legen die Kassen jeweils selbst für ihre Mitglieder fest, sie können dabei vom Durchschnitt abweichen. Im Schnitt war der Aufschlag auf den allgemeinen Satz bereits in diesem Jahr wegen der gestiegenen Kosten der Corona-Krise um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Der Gesamtbeitrag umfasst den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent und den kassenindividuellen Zusatzbeitrag.

Bereits geplant war, dass die Krankenversicherung für 2022 zunächst einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro erhält und die Milliardenspritze für die Kassen je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden kann. Vorgesehen ist, dass dies Finanz- und Gesundheitsministerium mit Zustimmung des Bundestags bestimmen.

Malte Bürger