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20210520094102

Japans Außenhandel erholt sich vom Corona-Einbruch

08:55
20.05.2021
Der japanische Außenhandel erholt sich vom Einbruch in der ersten Corona-Welle vor etwa einem Jahr. Im April stiegen die Ausfuhren der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt um 38 Prozent zum Vorjahresmonat, wie aus Regierungszahlen vom Donnerstag hervorgeht. Das Resultat lag über den Analystenerwartungen von im Schnitt plus 30,8 Prozent. Der Anstieg folgt auf einen Zuwachs von 16,1 Prozent im März.

Die Ausfuhren in die USA und nach Europa legten jeweils stark zu. Die Entwicklung sieht allerdings stärker aus als sie tatsächlich ist, da sie sich auf das extrem niedrige Niveau vor einem Jahr bezieht. Dennoch zeigen die Daten, dass sich der Außenhandel normalisiert.

Ähnliches gilt für die Einfuhren Japans, die gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,8 Prozent stiegen. Im März waren sie um 5,8 Prozent geklettert. Auch die Einfuhren aus den USA und Europa erholten sich.

Malte Bürger

London appelliert an „gesunden Menschenverstand“ von Urlaubern

08:23
20.05.2021
Trotz Reiseplänen vieler Briten für Länder, die als Corona-Risikogebiete eingestuft sind, hält die Regierung in London an den geplanten Lockerungen fest. Verkehrsminister Grant Shapps appellierte am Donnerstag an den „gesunden Menschenverstand“ seiner Landsleute. In Staaten, die auf einer roten oder bernsteinfarbenen Länderliste stehen, solle es keine Urlaubsreisen geben, sagte Shapps dem Sender Sky News. Ansonsten gebe es „jede Menge Schwierigkeiten“.

Einem Bericht des „Telegraph“ zufolge wollen in den kommenden Tagen bis zu 270 000 Menschen aus Großbritannien in sogenannte bernsteinfarbene Länder fliegen. Dazu gehören fast alle EU-Staaten, auch Deutschland. Menschen, die aus solchen Ländern im Vereinigten Königreich ankommen, müssen sich zehn Tage zu Hause isolieren und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen. Dies gilt auch für Briten, die nach Hause zurückkehren. Wer aus einem „roten“ Land - wie Indien, Brasilien, Südafrika oder Türkei - kommt, muss in Hotel-Quarantäne.

Zugleich verteidigte der Minister, dass es weiterhin Direktflüge aus Indien gibt, obwohl sich die zunächst dort entdeckte Corona-Variante, die als hoch ansteckend gilt, weiterhin in Großbritannien ausbreitet. Am Mittwoch waren fast 3000 Fälle bekannt, 28 Prozent mehr als am Montag.

Malte Bürger

Umsatzeinbruch im Gastgewerbe in Folge der Corona-Einschränkungen

07:50
20.05.2021
Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben Deutschlands Gastwirten das erste Quartal verhagelt. Obwohl die Geschäfte im März wieder etwas besser liefen, lagen die Umsätze von Hotels, Restaurants und Cafés in den drei Monaten preisbereinigt um fast zwei Drittel (62,2 Prozent) unter dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

Überdurchschnittlich hart traf es nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Donnerstag Hotels und Pensionen, die im Vergleich zum nur teilweise von der Pandemie betroffenen Vorjahreszeitraum real 77,2 Prozent ihrer Erlöse einbüßten. Touristische Übernachtungen waren im März 2021 wie schon in den Vormonaten verboten. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe durften nur noch Geschäftsreisende aufnehmen.

Von Februar auf März erholten sich die Umsätze in der Branche leicht. Das Gastgewerbe verbuchte real und nominal ein Plus von 4,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings waren die Rückgänge immens: Die Umsätze waren im März 2021 real wie nominal etwa 40 Prozent geringer als im März 2020.

Wie groß das Loch in den Kassen vieler Betriebe ist, zeigt sich im Vergleich mit dem Vorkrisenniveau: Nach Berechnungen der Statistiker lagen die Erlöse im Gastgewerbe im März des laufenden Jahres um fast 67 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland.

Malte Bürger