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102 neue Corona-Infektionen in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 53,2

11:32
16.05.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist im Wochenvergleich weiter zurückgegangen. Am Sonntag kamen 102 hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind zwar 37 Fälle mehr als am Sonnabend, aber 46 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 55,7 auf 53,2. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 83,8 gelegen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 2 auf 1533. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie der Gesundheitsbehörde zufolge bisher nachweislich 74 995 Hamburgerinnen und Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 68 300 von ihnen gelten laut RKI als genesen.

Das RKI wies darauf hin, dass bei der Interpretation der Fallzahlen weiterhin zu beachten sei, dass an Feier- und Brückentagen weniger Menschen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden.

Michael Rabba

Umfrage: Mehrheit der Japaner für Olympia-Absage wegen Pandemie

11:03
16.05.2021
Die Mehrheit der Japaner ist einer Umfrage zufolge weiter dafür, die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie abzusagen. Dies befürworteten 59,7 Prozent der Befragten, wie am Sonntag aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorging. 25,2 Prozent der Japaner waren demnach dafür, die Spiele ohne Publikum abzuhalten. 12,6 Prozent meinten, das Event solle mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern stattfinden.

In früheren Umfragen war die kritische Mehrheit ähnlich groß - oder sogar noch deutlicher. 72 Prozent der Japaner hatten sich Mitte April laut Kyodo News für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics ausgesprochen. Erst am Freitag wurde der Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, eine Petition mit mehr als 350 000 Unterschriften überreicht: Der Schutz des Lebens der Menschen vor dem Coronavirus und nicht Olympia müsse oberste Priorität haben, wird darin gefordert. Ein für den 17. und 18. Mai geplanter Japan-Besuch von IOC-Chef Thomas Bach ist kürzlich wegen des Corona-Notstands verschoben worden.

Die Olympischen Spiele waren wegen der Corona-Krise bereits um ein Jahr verlegt worden, der Start ist nun für den 23. Juli geplant. Im Juni wollen Japans Olympia-Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) über die Anzahl zugelassener Zuschauer an den jeweiligen Austragungsorten entscheiden.

Unterdessen werden in Japan, das gegen eine vierte Corona-Welle kämpft, die Rufe nach einer Absage der Spiele lauter. In Tokio gilt seit Ende April der Corona-Notstand, der wegen der sich schnell ausbreitenden neuen Varianten des Virus am Sonntag auf neun weitere Präfekturen ausgeweitet wurde. Die Japaner klagen außerdem über ein langsames Fortschreiten der Impfkampagne. Seit Mitte Februar wurde erst knapp ein Prozent der etwa 125 Millionen zählenden Bevölkerung vollständig geimpft.

Michael Rabba